
AUDIO: Mordprozess Fabian: Weiterer Zeuge aus „familiärem Umfeld“ von Gina H. (1 Min)
Stand: 27.08.2026 19:43 Uhr
Am Landgericht Rostock wird an diesem Freitag der Mordprozess zum Fall des kleinen Fabians aus Güstrow fortgesetzt. Es erscheint sehr unwahrscheinlich, dass die Angeklagte, wie für diesen Tag geplant, Fragen beantwortet.
Ein Mann aus dem familiären Umfeld der Angeklagten soll an diesem Freitag im Mordprozess zum Fall Fabian vor dem Landgericht Rostock vernommen werden. Ob es sich um einen Verwandten oder einen Bekannten der 30-jährigen Gina H. handelt, hat das Gericht nicht bekannt gegeben. Eine Gerichtssprecherin verwies dabei auf seine Persönlichkeitsrechte.
Antworten von Gina H. kaum wahrscheinlich
Ursprünglich hatte die dritte Strafkammer für den 24. Verhandlungstag auch vorgesehen, dass Richterinnen und Richter, die Staatsanwaltschaft sowie die Nebenklägerin der Angeklagten Fragen zu ihrer vierstündigen Aussage vom vergangenen Montag stellen können. Darin hatte unter anderem ihre Unschuld beteuert und versucht, für sie belastende Zeugenaussagen zu untergraben. Ihr Verteidiger Thomas Löcker sagte inzwischen, Gina H. werde dazu kaum in der Lage sein. Seit ihrer Aussage habe sich ihr Gemütszustand vollkommen verändert. Ihr sei offenbar zum ersten Mal klar geworden, was in diesem Prozess für sie auf dem Spiel steht. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie nun dennoch Fragen beantwortet ist demnach eher gering.

Im Podcast geht es darum, wie die Angeklagte am Tag des Mordes unterwegs war und wie sie die Ermittler angelogen hat.
Weiteres Brandgutachten angeregt
Das Gericht bestätigte am Donnerstag, dass der Prozess um bis zu sechs Verhandlungstage verlängert werden könnte. Voraussichtlich wird der Vorsitzende Richter an diesem Freitag mitteilen, wann genau welche weiteren Zeugen gehört werden sollen. Unter anderem hatte die Verteidigung angeregt, ein neues Gutachten zu der Frage einzuholen, wie lange der Brand am Tümpel bei Klein Upahl (Landkreis Rostock) gedauert hat, nachdem der Leichnam von Fabian angezündet wurde. Dies sei für die Frage entscheidend, ob die Angeklagte überhaupt die Täterin sein kann. Die Strafkammer muss noch entscheiden, ob sie dieser Anregung folgt.
An den Tatort zurückgekehrt?
Der achtjährige Fabian war der Sohn des damaligen Ex-Freundes der Angeklagten, der sich im August 2025 von ihr getrennt hatte. Die Staatsanwaltschaft wirft Gina H. vor, das Kind am 10. Oktober 2025 aus der Wohnung seiner Mutter in Güstrow gelockt und an jenem Tümpel bei Klein Upahl erstochen zu haben. Später soll sie möglicherweise dorthin zurückgekehrt sein, um den Leichnam anzuzünden. Die Staatsanwaltschaft unterstellt in ihrer Anklage, Gina H. habe geglaubt, Fabian sei bei ihrem Bestreben im Weg gewesen, die Beziehung mit Fabians Vater wieder aufnehmen zu können.

Der Prozess vor dem Rostocker Landgericht zum Tod des kleinen Jungen aus Güstrow wird möglicherweise bis in den Oktober hinein verlängert.
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