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Zara Larsson hat sich in diesem Jahr mit ihrem fünften Studioalbum „Midnight Sun“, erschienen im September 2025, endgültig unter den großen Pop-Acts etabliert. Das Veröffentlichungsdatum fällt in den Berechtigungszeitraum der Grammy Awards 2027, wo sie als führende Kandidatin in mehreren Pop-Kategorien gilt – möglicherweise auch in den großen. Die Nominierungen werden im November bekanntgegeben, doch in der Kategorie Best New Artist wird man Larssons Namen vergeblich suchen.

Ein Zitat aus einem Interview mit dem „Perfect Magazine“ macht derzeit die Runde: Darin erklärte Larsson, ihr früheres Label Epic Records habe geprüft, ob man sie für Best New Artist bei den Grammys einreichen könne. Sie wehrte sich gegen die Idee: „Das will ich nicht mal“, sagte sie. „Das würde 13 Jahre meiner Karriere kleinreden. Ich bin keine neue Künstlerin.“ Wann genau diese Gespräche stattgefunden haben, ist unklar – doch bei den Grammy Awards 2027 wäre Larsson wegen einer früheren Nominierung ohnehin nicht zugelassen.

Die offiziellen Zulassungsregeln der Recording Academy für Best New Artist umfassen mehrere Kriterien. Zunächst muss der Durchbruch eines Künstlers innerhalb des jeweiligen Berechtigungszeitraums stattgefunden haben – in diesem Fall zwischen Sonntag, dem 31. August 2025, und Freitag, dem 28. August 2026. Das würde auf Larssons Zeitplan passen, da ihre erfolgreichsten Singles des Jahres, „Midnight Sun“ und „Stateside“ mit PinkPantheress, beide im Januar 2026 in die Billboard Hot 100 eingestiegen sind.

Bereits 2026 nominiert

Doch die Grammys waren den Charts einen Schritt voraus. „Midnight Sun“ war bereits bei den Grammy Awards 2026 in der Kategorie Best Dance Pop Recording nominiert – zusammen mit Veröffentlichungen von Selena Gomez, PinkPantheress, Tate McRae und Lady Gaga, die schließlich mit „Abracadabra“ gewann. Laut Recording Academy dürfen Künstler für Best New Artist nicht eingereicht werden, wenn sie „zuvor als Performer nominiert wurden – ob als Solokünstler oder als Teil einer Gruppe –, selbst wenn sie nicht in der Kategorie Best New Artist nominiert waren. Zwei Ausnahmen gelten für Featured Artists oder Kollaborationen auf Samplern oder Alben anderer Künstler.“

Im Juni änderte die Recording Academy die Zulassungsregeln für Best New Artist, neben weiteren Kategorieänderungen und -ergänzungen. Künstler dürfen nun maximal viermal in der Kategorie eingereicht werden – eine Einreichung mehr als bisher. Alle übrigen Voraussetzungen und Einschränkungen bleiben bestehen.

Larsson hat die Erfahrung einer erstmaligen Grammy-Nominierung bereits gemacht. Als sie von der Nominierung für „Midnight Sun“ erfuhr, rief sie ihre Mutter an, um ihr die Neuigkeit zu überbringen, und weinte. Dass sie für Best New Artist nicht in Frage kommt, ist für sie nicht zwingend ein Verlust – doch die formalen Gründe für ihren Ausschluss, jenseits ihrer persönlichen Haltung, spiegeln eine Debatte wider, die mit jeder Grammy-Saison neu aufflammt: Entweder sollte die Kategorie umbenannt werden, oder es braucht eine neue Kategorie für Künstler, die erst in der Mitte oder gegen Ende ihrer Karriere den großen Durchbruch erleben.

Larssons eigenes Erfolgsmaß

„Deshalb gefällt mir ‚Breakthrough‘ so gut. Es fühlt sich an, als würde die ganze Welt gleichzeitig auf mich schauen“, sagte Larsson. „Früher war dieser Song hier erfolgreich, und ein anderer Song ein Jahr später dort. Jetzt fühlt es sich an, als würde sich das alles ganz schön zusammenfügen.“

Im Juli unterzeichnete Larsson einen neuen Vertrag mit RCA Records und trennte sich nach mehr als einem Jahrzehnt von ihrem langjährigen Label Epic Records. Sie ist die Jüngste in einer Reihe von Künstlern, die mit einem neuen Vertrag neu anfangen – darunter Ed Sheeran, Miley Cyrus, Lorde und andere.

Der Unterschied zu den vergangenen zehn Jahren ihrer Karriere: Larsson hat heute eine klar definierte Identität und eine starke Präsenz in der Popkultur – und mehr Menschen, die ihr zuhören, als je zuvor. Doch auf die Frage, woran sie ihren eigenen Erfolg messe, lenkte Larsson das Gespräch im Interview auf ihr Publikum – nicht auf einen goldenen Grammophon.

Stadion statt Grammophon

„Je älter ich werde, desto klarer wird mir, dass meine Leidenschaft und das, was mir wirklich am Herzen liegt, die Menschen sind, die zu meinen Shows kommen. Für mich wäre der ultimative Erfolg eine Stadion-Welttournee. Menschen nehmen sich Zeit aus ihrem echten Leben“, sagte sie dem „Perfect Magazine“. „Was an ‚Midnight Sun‘ so unglaublich war: Ich habe das Gefühl, es ist über ein gutes Album oder einen guten Song hinausgegangen. Die Menschen werden in meine Welt eingeladen – mit ihren Outfits, ihren Blumen, dem Glitzer und den Farben. Die Kultur darum herum ist das, woran ich meinen Erfolg messe.“