Es ist ein besonderes Datum: Seit 1957 wird in Deutschland am 1. September der Antikriegstag begangen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hatte ihn damals ins Leben gerufen, um am Jahrestag des Überfalls der deutschen Wehrmacht auf Polen am 1. September 1939, und somit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs, ein Zeichen für den Frieden zu setzen.

Die Arbeiterwohlfahrt (Awo) Wülfrath beteiligt sich in diesem Jahr am Antikriegstag mit einer besonderen Kulturveranstaltung: Am Dienstag, 1. September, treten unter dem Titel „Lieder und Texte für den Frieden“ im großen Saal der Awo an der Schulstraße 13 Musiker Björn Nonnweiler, der mit Interpretationen von Reinhard Mey und Hannes Wader sowie seinen eigenen Texten bereits vielen in Wülfrath bekannt ist, sowie Rezitator Rainer Dubiel mit Texten auf.

„Wir alle freuen uns sehr auf einen Abend mit guter Musik und nachdenklichen Texten, an dem die Sehnsucht nach Frieden und Verständigung für alle Menschen in dieser gefährdeten Welt im Mittelpunkt steht“, erklärt Peter Zwilling, Vorsitzender der Awo Wülfrath, in der Ankündigung. Gegenseitiges Aufrüsten töte nicht erst im Krieg und sorge dafür, dass weniger Geld für Sozialleistungen, Gesundheit und Erhalt der Lebensgrundlagen vorhanden sei. „Krieg ist keine Lösung, diese Überzeugung vertreten die meisten Menschen in unserem Land, aber auch weltweit. Leider erleben wir im Augenblick, wie die Mächtigen im Kampf um Land und Ressourcen einen Krieg nach dem anderen entfesseln und damit eine gefährliche Spirale der Aufrüstung in Gang setzen“, so Zwilling weiter. „Mit unserer Veranstaltung zum Antikriegstag wollen wir einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass wieder mehr über Frieden und Abrüstung, über Verhandlungen und bindende Verträge nachgedacht und gesprochen wird“, so Zwilling.

Start ist um 19 Uhr, Einlass ab 18 Uhr. Der Eintritt ist frei, es wird aber um Spenden für das Awo-Kulturprogramm gebeten. Wer sichergehen will, einen Platz zu bekommen, kann ein Ticket über neanderticket.de vorab buchen.