Ex-HSV-Trainer Christian Titz steht bei Hannover 96 nach dem Zweitliga-Fehlstart mit zwei Niederlagen bereits massiv unter Druck. Der mächtige Aufsichtsrats-Chef und Geldgeber Martin Kind hat vor dem Spiel bei Darmstadt 98 (Sonntag, 13.30 Uhr/Sky) trotzdem ein klares Bekenntnis zu dem umstrittenen Coach abgegeben.

„Er bleibt“, sagte Kind bei der Talk-Veranstaltung „NP-Anstoß“ der „Neuen Presse“ in Hannover. „Er ist sehr strukturiert, hat eine klare Meinung. Er wird einen guten Job machen.“ Der 82 Jahre alte Unternehmer betonte aber auch: „Unser Ziel ist der Aufstieg. Wir haben noch immer eine teure Mannschaft und auch recht gute Entscheidungen getroffen. Das muss sich jetzt bestätigen.“

Hannover-Trainer Christian Titz Hannover-Trainer Christian Titz (Foto: Witters)

Titz kam im Sommer 2025 nach Hannover und baute dort eine völlig neue Mannschaft auf. In die neue Saison ging der 55-Jährige mit der Hypothek, den ersehnten Bundesliga-Aufstieg im Mai verpasst zu haben. In den vergangenen Wochen kamen noch Differenzen mit dem neuen Sport-Geschäftsführer Jonas Boldt, ebenfalls einst beim großen HSV, hinzu. Dabei ging es um Transfers für die neue Saison, um die Größe des Kaders und zuletzt auch um die Rolle des neu verpflichteten Torwarts Pascal Loretz aus der Schweiz. Den nahm Titz schon nach einem Zweitliga-Spiel aus dem Team und löste damit große Diskussionen aus.

Über das Verhältnis zwischen Titz, Boldt und Sportdirektor Ralf Becker sagte Kind: „Alle drei arbeiten für 96 und stehen gemeinsam für den Erfolg.“ Und: „Sie haben eine gewisse Basis der Zusammenarbeit erreicht.“