Von Samstag, 5. September, bis Montag, 28. September, baut die Rheinbahn an der Gleisstrecke der U70 und U76. Zwischen Prinzenallee und Rheinstraße verkehrt dann ein Ersatzverkehr mit Bussen. Der ersetzt zwar beide Linien, fährt aber jeweils die Strecke der U76. Heißt: Er hält an jeder Haltestelle.

Änderung soll ab Sommer 2027 dauerhaft etabliert werden

Für Nutzer der „K-Bahn“ ist das in gewisser Weise ein Vorgriff auf die Zukunft, denn die Rheinbahn als Betreiberin plant, mit dem nächsten Fahrbahnwechsel die U70 dauerhaft einzustellen. Diese verkehrt aktuell in den Spitzenzeiten des Berufsverkehrs zusätzlich zur U76 und fährt einige Haltestellen nicht an. Dadurch ist sie rund fünf Minuten schneller. Doch „der Geschwindigkeitsvorteil der Linie U70 kommt aktuell nur zum Tragen, wenn die Fahrgäste die Gesamtstrecke zurücklegen – das ist aber selten der Fall“, sagt eine Rheinbahnsprecherin auf Anfrage.

Mehr Haltestellen statt geringem Geschwindigkeitsvorteil

Der Nachteil der fehlenden Haltestellen sei für viele Fahrgäste größer als der Vorteil einer geringen Zeitersparnis. Darum wolle man nun die Änderung angehen, zumal die Fahrpläne dann auch einfacher zu koordinieren seien.

Allerdings sind zunächst noch einige Hürden zu nehmen. Alle an der Strecke beteiligten Kommunen, also Krefeld, Düsseldorf, Meerbusch und der Kreis Neuss, müssen politisch zustimmen. Außerdem braucht es das Okay der Bezirksregierung. Bei der Rheinbahn ist man dahingehend aber optimistisch. „Mit dem vorgeschlagenen Konzept bündeln wir das bisherige Angebot der Linien U70 und U76 auf der gemeinsamen Strecke künftig einheitlich über die Linie U76. In der Frühspitze würde die Linie U76 ab der Haltestelle ‚Krefeld, Rheinstraße’ im 10-Minuten-Takt fahren. Damit bleibt das bisherige Fahrtenangebot auf dem Abschnitt Richtung Krefeld grundsätzlich erhalten und wird in einen einheitlichen Zehn-Minuten-Takt der Linie U76 überführt“, heißt es von der Rheinbahn. Außerhalb der Spitzenzeiten solle der 20-Minuten-Takt erhalten bleiben.

Fahrplanwechsel voraussichtlich nach Sommerferien 2027

Der Fahrplanwechsel sei noch nicht fest terminiert. Er finde „voraussichtlich nach den Sommerferien 2027“ statt, hänge aber eben von den Zustimmungen der politischen Gremien ab.