Vier Tote seit März
Unfallserie reißt nicht ab: Großbaustelle immer gefährlicher
28.08.2026 – 18:01 UhrLesedauer: 2 Min.
Stau auf der A1 im Jahr 2025: Zuletzt hatte es immer wieder heftig gekracht am Verkehrsknotenpunkt. (Quelle: Jörn Hüneke/t-online)
Vorlesen
Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00
1xArtikel teilen
Es kracht und kracht und kracht: Die A1 bei Bremen entwickelt sich zum Unfallschwerpunkt der Nation. Die Zahlen sind besorgniserregend.
Hunderte Unfälle, mehrere Tote und immer wieder schwere Kollisionen am Stauende: Die A1 rund um die Weserbrücke bei Bremen hat sich zu einem auffälligen Unfall-Hotspot entwickelt.
Allein in diesem Jahr registrierte die Polizei im Bereich der Baustelle bislang 292 Unfälle. Schon 2025 waren es 556. Seit März kamen auf dem Abschnitt rund um Stuhr und Brinkum vier Menschen ums Leben. Laut „Bild“ handelt es sich um „Deutschlands gefährlichste Baustelle“.
A1-Weserbrücke: Besonders Auffahrunfälle häufen sich
Eine bundesweite Rangliste der gefährlichsten Autobahnbaustellen gibt es zwar nicht. Die Zahlen zeigen jedoch, wie angespannt die Lage auf der vielbefahrenen Strecke ist.
Besonders häufig kommt es zu schweren Auffahrunfällen an Rückstaus. Zuletzt starb am 25. August ein Autofahrer zwischen dem Dreieck Stuhr und Brinkum, nachdem ein Sattelzug auf seinen Wagen am Stauende gefahren war. Wenig später kam es am dadurch entstandenen Rückstau erneut zu einer schweren Kollision mehrerer Lastwagen.
Immer wieder Todesopfer
Auch zuvor hatte es auf dem Abschnitt mehrfach ähnliche Unfälle gegeben. Anfang März starb ein 51-Jähriger, nachdem er auf einen stehenden Sattelzug aufgefahren war. Wenige Wochen später kollidierten an einem Baustellenstau drei Lastwagen. Zwei Fahrer wurden schwer verletzt, einer von ihnen lebensgefährlich.
Die Baustelle ist dabei nicht die alleinige Ursache. Zu geringer Abstand, überhöhte Geschwindigkeit und Unaufmerksamkeit spielen ebenfalls eine Rolle. Polizeisprecher Nils Matthiesen sieht dennoch einen klaren Zusammenhang: Die Bauarbeiten an der Weserbrücke und die daraus entstehenden Rückstaus trügen „wesentlich zum erhöhten Unfallrisiko“ bei.
Zusätzlich verschärft das enorme Verkehrsaufkommen die Lage. Rund 130.000 Fahrzeuge passieren nach Angaben der Projektgesellschaft DEGES täglich die Weserbrücke. Etwa 24 Prozent davon entfallen auf den Schwerverkehr – rechnerisch mehr als 30.000 Lkw und andere schwere Fahrzeuge am Tag.



