Hamburg

Breitbeinig wie eh und je, auch auf Abschiedstournee: Campino von den Toten Hosen
Arist von Harpe

Die Toten Hosen begeistern ihre Fans in Hamburg. Doch nach dem Konzert wird in den sozialen Netzwerken nicht nur gefeiert. Was einige Fans zu bemängeln haben.

35.000 Fans sangen, grölten und feierten am Donnerstagabend mit den Toten Hosen in Hamburg. Unter einem aktuellen Beitrag der Hosen auf Facebook, schwärmen Fans von Band und Stimmung – es sei ein „Mega-Abend“ gewesen. In der Kommentarspalte sammelt sich aber auch Kritik, vor allem an der Tonqualität.

In diesem Sommer war es bereits das fünfte Konzert auf der Trabrennbahn Bahrenfeld unter freiem Himmel. Zuvor begeisterten unter anderem die Band AnnenMayKantereit, Sängerin Nina Chuba und DJ Bunt ihre Fans. Bei dem Konzert der Toten Hosen sei der Ton aus Sicht einzelner Fans – besonders weiter hinten – „mies“ oder sogar „grottenschlecht“ gewesen.

„Der Sound war erbärmlich. Es war das schlechteste Konzert, welches wir erlebt haben. Diese Location definitiv nie wieder“, schreibt ein Konzertbesucher auf Facebook. Ein anderer resümiert: „Viel zu leise im hinteren Bereich. Punk auf Zimmerlautstärke fetzt nur halb …“

Einige sehen auch den Wind als Einflussfaktor: „Sowohl die Toten Hosen als auch die Trabrennbahn habe ich schon besser erlebt. Je nach Windrichtung war es gut oder gar nicht zu hören.“ Ein anderer Konzertbesucher zeigt sich versöhnlicher: „Alle beschweren sich über den Sound? Der Wind spielt eine große Rolle bei sowas … fand ihn aber im Großen und Ganzen gut.“

Schlechte Tonqualität bei den Toten Hosen? Veranstalter reagiert

Ein Sprecher der FKP Scorpio Konzertproduktionen GmbH – der Veranstalter der Kultursommer-Konzerte – sagt auf MOPO-Anfrage: „Uns ist nicht bekannt, dass es ein größeres Problem war.“ Er sei selbst beim Konzert gewesen.

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In der letzten Reihe habe er zwar nicht gestanden, doch er habe nicht den Eindruck gehabt, dass der Ton schlecht oder verwaschen gewesen sei. „Die Toten Hosen waren weder lauter noch leiser als sonst“, so der Sprecher. Wer bei 35.000 Besuchern in der letzten Reihe stehe, dürfe sich nicht wundern, wenn der Ton etwas weniger gut ankäme.

Die Kritik wolle er aber trotzdem niemandem absprechen, betont er. Tatsächlich habe es während des Konzerts gewindet, die Böen könnten den Sound im hinteren Bereich etwas verflüchtigt haben. Der Sprecher sagt aber auch: „Wir sind natürlich von äußeren Umständen abhängig.“

Auflagen für die Trabrennbahn Bahrenfeld

Zudem gebe es klare Auflagen, wie laut die Konzerte auf der Trabrennbahn sein dürften. Die Regler könnten nicht einfach so aufgedreht werden. Die Dezibelgrenze werde immer ausgeschöpft, aber nicht überschritten. So sei auch das Konzert der Toten Hosen nicht leiser gewesen als andere Konzerte auf der Trabrennbahn.

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Tatsächlich gelten für die Trabrennbahn besondere Lärmschutzregeln: Veranstaltungen müssen um 22 Uhr enden (mit Sondergenehmigung um 23 Uhr), um die Nachtruhe einzuhalten. Aufgrund der angrenzenden Wohngebiete gelten außerdem vorgeschriebene Schallpegel.