Zum Angebot im neu eröffneten Hofis Erlebnispark in Dasing gehört neben Fahrgeschäften und Spielgeräten auch die parkeigene Gastronomie, die regelmäßig für Schlangen vor der Essensausgabe sorgt. Über die Preise auf der Speisekarte gehen bei den Parkgästen die Meinungen auseinander, was ein Blick in die Google-Bewertungen des Freizeitparks zeigt: „Familien sollten meiner Meinung nach irgendwo hingehen können, ohne dass Essen und Trinken gleich so teuer werden“, äußert sich etwa eine Nutzerin kritisch. Was steckt hinter den Essenspreisen in Hofis Erlebnispark?

Vor Ort im Park bestellen die Besucherinnen und Besucher Speisen und Getränke an Terminals, wobei jeder Gast eine Nummer zugeteilt bekommt. Hinten in der Küche richten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Teller mit dem Essen an und reichen es durch die Theke. „Als Bauernfamilie legen die Hofreiters großen Wert auf ansprechende und hochwertige Küche mit frischen und regionalen Zutaten“, erklärt Pressesprecher Justin Liesenfeld. Das führe zwangsläufig dazu, dass manches teurer sei als in anderen Freizeitparks.

Die Betreiberfamilie von Hofis Erlebnispark kommt selbst aus der Landwirtschaft

In Hollenbach im Landkreis Aichach-Friedberg führen die Hofreiters einen eigenen Betrieb, den sie auf den Anbau verschiedener Beeren- und Gemüsesorten spezialisiert haben. Seit 2006 gehören mehrere Selbstpflückfelder in der Münchner Umgebung samt Beeren-Cafés zum Unternehmen. Auch in Hofis Erlebnispark achte die Familie laut Liesenfeld auf Qualität, die sie durch die Eigenproduktion vieler Lebensmittel gewährleisten wolle. Damit möchte man sich von anderen Freizeitparks absetzen: „Es gibt einfach einen Unterschied, ob das Essen maximal günstig angeboten wird oder selbstgemacht ist“, sagt Pressesprecher Justin Liesenfeld.

Gut 45 Euro kostet dieses Menü für eine Mutter mit vier Kindern in Hofis Erlebnispark.

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Gut 45 Euro kostet dieses Menü für eine Mutter mit vier Kindern in Hofis Erlebnispark.
Foto: Alice Lauria

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Gut 45 Euro kostet dieses Menü für eine Mutter mit vier Kindern in Hofis Erlebnispark.
Foto: Alice Lauria

Kügle-Hof, Mahl‘s Obsthof, Honig von Imker Gregor Zach aus Aichach

Dazu ein Beispiel: Die Ofenkartoffel mit Kräuterquark und Salat für 11,70 Euro. Die Kartoffel selbst stammt laut Liesenfeld vom Kügle- Hof in Kühbach. Salat und Gemüse werden vom Großhändler „Kupfer und Sohn“ aus dem 30 Kilometer entfernten Bergkirchen bezogen, der sich wiederum je nach Saison von Höfen aus der Region oder in den Wintermonaten aus dem weiteren In- und Ausland beliefern lasse. Das Honig-Senf-Dressing ist selbst gemacht, mit Honig der Familie Zach aus Mainbach, einem Ortsteil von Hollenbach. Der Dip basiere auf Milchprodukten vom Großhandel Metro und werde im Park mit Zitrone und Kräutern verfeinert.

Wie das Eis produziert wird, kann man im Innenbereich von Hofis Erlebnispark beobachten.

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Wie das Eis produziert wird, kann man im Innenbereich von Hofis Erlebnispark beobachten.
Foto: Alice Lauria

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Wie das Eis produziert wird, kann man im Innenbereich von Hofis Erlebnispark beobachten.
Foto: Alice Lauria

Ebenfalls vor Ort hergestellt werden die Kuchen und das Eis, die Kugel zum Preis von 2,30 Euro. „Wir verzichten auf Fertigmischungen und verwenden stattdessen frische Früchte“, sagt Liesenfeld. Beeren stammen aus eigenem Anbau, andere Früchte etwa von Mahl‘s Obsthof in Adelzhausen. Unterstützende Stoffe würden beim Eis nur minimal für ein besseres Mundgefühl eingesetzt. Die Milch liefere die Molkerei Berchtesgadener Land.

„Das Burger-Fleisch wird aus Qualitäts- und Kontrollgründen als hochwertige Tiefkühlware bezogen“, erklärt Liesenfeld. Das selbst produzierte Curry-Ketchup zum Aufpreis von 50 Cent sei sogar gesünder: Die Rezeptur enthält 30 Prozent weniger Zucker. Herzstück der Gastronomie seien die Pizzen, da der Teig nach eigenem Verfahren zubereitet und von Hand ausgerollt wird.

Die Kuchen in Hofis Erlebnispark stellen Konditorinnen und Konditoren vor Ort her.

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Die Kuchen in Hofis Erlebnispark stellen Konditorinnen und Konditoren vor Ort her.
Foto: Alice Lauria

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Die Kuchen in Hofis Erlebnispark stellen Konditorinnen und Konditoren vor Ort her.
Foto: Alice Lauria

Die Getränke in Hofis Erlebnispark hat die Firma Kunzmann in Dasing mitentwickelt

Auch bei der Entwicklung der Getränkerezepte war ein bekannter Name aus der Region beteiligt: die Firma Kunzmann. „Nach einigen gemeinsamen Verkostungsrunden hat sich eine sehr gute regionale Zusammenarbeit ergeben“, sagt Liesenfeld. Heute füllt das Dasinger Unternehmen einen Großteil der Fruchtsäfte ab und liefert sie an den Park und die Beeren-Cafés.

Die Firma Kunzmann aus Dasing hat die Fruchtsäfte in Hofis Erlebnispark mitentwickelt.

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Die Firma Kunzmann aus Dasing hat die Fruchtsäfte in Hofis Erlebnispark mitentwickelt.
Foto: Julia Schneider

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Die Firma Kunzmann aus Dasing hat die Fruchtsäfte in Hofis Erlebnispark mitentwickelt.
Foto: Julia Schneider

Kommt der Aufwand beim Gastrokonzept auch bei den Besuchern im Park an? „Wir haben schon das Gefühl, dass die Menschen das honorieren“, sagt Liesenfeld. Tatsächlich loben viele Gäste in den Internetrezensionen den Geschmack der Hauptgerichte, von Kuchen und Kaffee. Manche nennen die Preise „parküblich“, eine Nutzerin bezeichnet jedoch die Preise für Essen und Trinken als „extrem hoch“ und nachteilig für das Vergnügen im Park, da keine eigenen Speisen mitgebracht werden dürften.

„Dass die Besucher die Essenspreise mit denen anderer Freizeitparks vergleichen, ist nachvollziehbar“, sagt Liesenfeld. Man überlege, das Konzept besser zu vermitteln, etwa durch Erklärvideos vor Ort.

Darum darf kein eigenes Essen und Trinken in Hofis Erlebnispark mitgebracht werden

Die Mitnahme von eigenen Speisen und Getränken generell zu erlauben, ist laut Liesenfeld aber keine Option. „Die eigene Gastronomie ist ein fest integrierter Bestandteil von Hofis Erlebnispark“, erklärt der Pressesprecher. Dafür seien die Eintrittspreise im Vergleich günstig. Zudem gebe es auch Speisen in niedrigeren Preiskategorien, etwa die Portion Pommes für 4,90 Euro. Babynahrung mitzubringen, sei kein Problem. Auf der Website wird außerdem darauf verwiesen, dass kleine Snacks und Getränke außerhalb der Gastronomiebereiche erlaubt sind.