Alfonso Pantisano war schon vor seinem Amtsantritt als Berliner Queer-Beauftragter extrem umstritten, seitdem steht er ständig in der Kritik. Geht er nun endlich freiwillig? Seit Tagen zieht er Bilanz seiner Arbeit und spricht schon von Nachfolgern…

Im Internet meldet sich der SPD-Politiker nahezu ununterbrochen zu Wort. In seinen Instagram-Posts bietet er Eigenlob, Selbstmitleid, Selbstüberschätzung. Was so gut wie nie kommt, ist Selbstkritik. Klar wird: Pantisano ist selbst sein größter Fan.

Wegen Drohungen steht er manchmal unter Polizeischutz – und breitet selbst das zur Genüge aus. Wie viele Personenschützer ihn begleiten, welche Fragen ihm die Beamten bei der Begehung seiner Wohnung gestellt haben – all das erfahren die Besucher seines Instagram-Profils. Bei LKA-Beamten sorgt das für Stirnrunzeln, denn normalerweise bleiben solche Details geheim. Nicht so beim eitlen Pantisano.

In mehreren Posts resümiert er sein Wirken als Queer-Beauftragter. Darin bleibt er seiner Linie treu – inkompetent sind stets die anderen. Seiner eigenen Sozialverwaltung macht er Vorwürfe. „Ich kam aus der Wirtschaft und war andere Abläufe und Geschwindigkeiten gewohnt.“ Und: „Natürlich lebt es sich gemütlicher, wenn man nicht ständig Routinen hinterfragt.“ Sich selbst sieht er offenbar als Heilsbringer: „Hinter meiner Ungeduld steckten Ideen.“

„Eventuelle Nachfolger*innen“

Dann redet er von „eventuellen Nachfolger*innen“. Tritt er jetzt endlich zurück? Darauf sollte niemand wetten. „Er wird sich vorerst bis zum Ende der Legislaturperiode für die queeren Communitys und deren Belange einsetzen“, heißt es aus der Pressestelle der Sozialverwaltung.

Es ist zudem nicht ausgeschlossen, dass eine mögliche rot-grün-rote Koalition an Pantisano festhält und seinen Vertrag verlängert.

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