Spandau – Großeinsatz für die Berliner Feuerwehr am frühen Samstagmorgen. In einer Flüchtlingsunterkunft in Spandau brannte es. Hunderte Menschen leben in dem Haus!
Die Feuerwehr wurde gegen 3.45 Uhr in die Straße Freiheit alarmiert. Eine Brandmeldeanlage hatte ausgelöst. Als die Feuerwehr eintraf, bestätigte sich, dass es im vierten Obergeschoss des sechsgeschossigen Hauses brannte. Einrichtungsgegenstände standen in Flammen.
Wie ein Feuerwehrsprecher mitteilte, sei das Hotelgebäude für 1200 Menschen ausgelegt. Im Gebäude breitete sich Rauch aus. „Mehrere hundert Menschen brachten sich eigenständig in Sicherheit und versammelten sich vor dem Gebäude sowie im Nahbereich der Einsatzstelle.“
Aufgrund der Großlage sei die Alarmstufe erhöht und „um das Modul Massenanfall an Verletzten ergänzt“ worden, so der Sprecher. „Hierbei handelt es sich um eine Zusammenstellung spezieller Einsatzfahrzeuge und Einsatzkräfte zur Sichtung, Versorgung, Betreuung und nötigenfalls zum Transport von Betroffenen, Verletzten und Erkrankten.“
Durch das rasche Eingreifen der Retter wurde ein Ausbreiten des Feuers verhindert. Allerdings musste die Feuerwehr das Gebäude im Anschluss kontrollieren und belüften.
„Besonders herausfordernd war für uns die hohe Anzahl an betroffenen Menschen und die teilweise vorhandene Sprachbarriere. Es gab insgesamt vier Verletzte durch Rauch, wovon drei in ein Krankenhaus transportiert wurden“, so die Bilanz der Retter. Der vom Brand unmittelbar betroffene Bereich ist zunächst unbewohnbar, rund 50 Menschen mussten anderweitig unterkommen.
Die Feuerwehr war mit 74 Einsatzkräften und 26 Fahrzeugen vor Ort. Die Polizei ermittelt nun zur Brandursache.
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