Niedrigwasser auf der Oberelbe
Güterschiffe stehen still – Schwertransporte ohne Ausweg
29.08.2026 – 08:55 UhrLesedauer: 1 Min.
In den sächsischen Elbhäfen verkehren aktuell keine Güterschiffe (Archivbild): Wann der Betrieb wieder aufgenommen werden kann, ist offen. (Quelle: Sebastian Kahnert/dpa/dpa-bilder)
Vorlesen
Aktuelle Zeit:0:00Gesamtdauer:0:00
1xArtikel teilen
Der Pegel Dresden liegt bei rund 60 Zentimetern – nötig wäre mehr als ein Meter. Maschinenteile und Turbinen warten in den Häfen ohne Ausweichoption.
Die Güterschifffahrt auf der Oberelbe ist weiterhin eingestellt. Der Wasserstand reicht nach Angaben der Sächsischen Binnenhäfen Oberelbe nicht aus – wann der Betrieb wieder aufgenommen werden kann, ist offen. Besonders betroffen sind Schwertransporte mit Maschinenteilen, Generatoren und Turbinen, die im Hafen feststecken und sich nach Unternehmensangaben nicht auf Straße oder Schiene verlagern lassen.
Für einen zuverlässigen Betrieb müsse der Wasserstand planbar und dauerhaft über einem Meter liegen, erläuterte Unternehmenssprecherin Mandy Hofmann. Am Pegel Dresden werden derzeit rund 60 Zentimeter gemessen. Erst wenn dieser Schwellenwert stabil überschritten sei, würden die Reedereien ihre Schiffe aus schiffbaren Fahrgebieten zurückverlegen. Dafür müsse sich das Wetter grundlegend ändern – und es auch im tschechischen Einzugsgebiet der Elbe dauerhaft regnen, so Hofmann. „Wir hoffen das Beste, aber wissen tun wir es nicht.“
Sonntagsfahrverbot-Ausnahme nutzt nichts
Die Niedrigwasserperiode habe in diesem Jahr bereits Ende April begonnen und damit deutlich früher als üblich, teilte das Unternehmen mit. Das abrupte Ende des Betriebs habe auch Importe betroffen. „Auch in den Seehäfen liegen noch Schiffe, die es nicht rechtzeitig bis zu uns geschafft haben und ebenfalls nicht transportiert werden können“, erklärte Hofmann.
Von den Erleichterungen beim Sonntagsfahrverbot, die Sachsen und andere Bundesländer wegen des Niedrigwassers eingeführt hätten, profitiere das Unternehmen nicht, so Hofmann. Die Transporte seien bereits früher verlagert worden, soweit das möglich gewesen sei. Die Schwertransporte, die sich nicht verlagern ließen, warteten weiter auf steigende Wasserstände.
