In drei Wochen heißt es in München auf der Theresienwiese wieder „O´zapf is!“, wenn zum 191. Mal das Oktoberfest stattfindet. Die Vorbereitungen auf die Großveranstaltung sind in vollem Gange. Die Münchner Stadtwerke (SWM) haben nach eigenen Angaben mittlerweile alles eingerichtet. Ob für Fahrgeschäfte, Festzelte oder Geländebeleuchtung: Ohne Strom funktioniert für die rund 750 Abnehmer auf dem Oktoberfest nichts. Aber wer zahlt die Rechnung eigentlich?

Stromverbrauch auf der Wiesn: Benötigte Spitzenleistung entspricht einer Kleinstadt

Über 62 Kilometer Kabel werden in den 16 Tagen gut drei Millionen Kilowattstunden Strom geleitet – das entspreche dem Jahresbedarf von 1.200 Haushalten oder rund 15 Prozent des Münchner Tagesbedarfs, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadtwerke. Die benötigte Spitzenleistung entspreche der einer Kleinstadt mit rund 21.000 Einwohnern.

Jeder Kilowattstrom wird dabei genau abgerechnet. 1300 Zähler gehen für das Oktoberfest in Betrieb – so zahlt jeder das Seine. Für die Beleuchtung und Versorgung der öffentlichen Wege und Plätze auf der Theresienwiese kommt die Stadt München auf. Die Kosten deckt die Stadt allerdings nicht mit Steuergeldern der Münchner Bewohner, sondern refinanziert die Summe mit Standgebühren, sowie Gewerbe- und Umsatzsteuereinnahmen. Nach aktuellen Berechnungen werde der gesamte Wirtschaftswert des Festes knapp 1,6 Milliarden Euro betragen, heißt es in einer Übersicht der Stadt München.

Stadtwerke auf Wiesn mit Verbrauch von 100 Millionen Litern Trinkwasser

Nicht nur der Stromverbrauch ist hoch: Zum Kochen und zur Warmwasserbereitung benötigen die gastronomischen Betriebe in den rund zwei Wochen 180.000 Kubikmeter Erdgas. Zudem werden laut Stadtwerken rund 100 Millionen Liter Trinkwasser zu Bierzelten, Ausstellern, Brunnen und Fahrgeschäften geliefert. Das entspricht fast einem Drittel des durchschnittlichen Münchner Tagesbedarfs. (mit AZ)