Sie ist die wohl beliebteste Sehenswürdigkeit in Augsburg: die Fuggerei. Rund 200.000 Besucherinnen und Besucher kommen im Jahr – und sind begeistert. Der Tourismus spielt wirtschaftlich eine immer größere Rolle in der Stadt. Mit knapp 1,2 Millionen Übernachtungen im Jahr 2025 wurde zuletzt einer der Spitzenwerte erreicht. Wer Augsburg besucht, hat Fuggerei, Rathaus und die Welterbestätten weit oben auf seiner Besichtigungsliste. Die meisten Sehenswürdigkeiten schneiden bei Internet-Rezensionen auch recht gut ab. Doch es gibt Ausnahmen …

Wie schneidet die Augsburger Fuggerei bei Google-Rezensionen ab?

„Ein Ort, den Sie unbedingt besuchen müssen.“ „Absolut beeindruckend.“ „Sehr idyllisch angelegt.“ Solche und ähnliche Bemerkungen hinterlassen Touristen bei Google nach einem Besuch der Augsburger Fuggerei. Doch es gibt auch enttäuschte Menschen. So schreibt ein Gast: „Man sollte die Häuser bevorzugt in der warmen Jahreszeit besuchen, im Winter, wenn die Bäume ohne Grün sind, wirkt die Ansiedlung kaum vorteilhaft.“ Manche Besucher haben auch Sorge um die Bewohner: „Was denken die, die als freie, arme Bürger sich von Touristen anstarren lassen müssen?“

Lob gibt es für das Rathaus und den Goldenen Saal. Es sei „eines der schönsten Rathäuser Deutschlands“, „imposant“, ein „Meisterwerk“. Auch witzige Beobachtungen sind zu sehen: „Dort, wo es nach Wasserschaden aussieht, ist die alte Originalbemalung zu sehen.“ Negative Urteile gab es, weil der Goldene Saal wegen Sanierungsarbeiten geschlossen ist. Die gute Nachricht: Am 27. September wird er offiziell wiedereröffnet.

Augsburger Puppenkiste lohnt für viele einen Besuch

In den Herzen vieler Menschen hat die Augsburger Puppenkiste einen festen Platz; für Touristen ist sie ein Muss beim Augsburg-Besuch. „Ein kleines Stück Kindheit“ ist sie für manchen laut Google. Kritik gibt es vereinzelt an der Familienfreundlichkeit: „Von Schoßkarte bis Raumverweis“ sei bei einem Besuch mit Baby alles möglich.

Wünsche lässt auch das Alte Stadtbad offen, ein Jugendstil-Bau. „Schwimmen kann man da nur schwer, weil ständig jemand mitten im Becken anhält“, kritisieren Besucher. Gelobt werden aber die günstigen Preise.

Keine Sehenswürdigkeit im klassischen Sinn, aber ein Ort, an dem manche Touristen ankommen, wenn sie mit der Bahn reisen, ist der Oberhauser Bahnhof. Bei Google ist er das absolute Schlusslicht aller Augsburger Orte. Ein Bahnhof „im Stil des postapokalyptischen Albtraums“, schreibt ein Mann, „mehr eine Notwendigkeit als ein gutes Erlebnis“ ein anderer. Eher ironisch dürften diese Bemerkung gemeint sein: „Definitiv eine Augsburger Sehenswürdigkeit. Man bekommt gratis Kickboxunterricht“. Hier hat die Touristenstadt Augsburg also durchaus Nachholbedarf.