Newsblog zum Krieg in der Ukraine
Verheerender Drohnenangriff auf Munitionslager – 27 Tote
Aktualisiert am 29.08.2026 – 11:26 UhrLesedauer: 23 Min.
Selenskyj will Hunderte Drohnen pro Tag nach Moskau schicken. Mychailo Fedorow hat einen neuen Job. Alle Entwicklungen im Newsblog.
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Selenskyj bestätigt verheerenden Drohnenangriff aus Russland
Bei einem russischen Drohnenangriff auf ein Munitionslager sind unweit der ukrainischen Hauptstadt Kiew nach Regierungsangaben mindestens 27 Menschen getötet worden. „Es gibt erhebliche Schäden an der umliegenden Infrastruktur: Wohnhäuser sowie ein Senioren- und Behindertenheim wurden beschädigt“, schrieb Präsident Wolodymyr Selenskyj bei Telegram.
Großbrand nach russischem Drohnenangriff
Eine russische Drohne hat in einem Vorort der ukrainischen Hauptstadt Kiew einen Großbrand und Explosionen verursacht und zahlreiche Menschen zur Flucht gezwungen. Der Drohnenangriff habe sich am Freitagabend um kurz nach 20 Uhr (Ortszeit, 19 Uhr MESZ) in dem Dorf Myla im Bezirk Butscha ereignet, teilte die zuständige Staatsanwaltschaft mit.
In der Folge sei ein Feuer ausgebrochen, „begleitet von Explosionen“, erklärte der Chef der regionalen Militärverwaltung, Tymur Tkatschenko, im Onlinedienst Telegram. Deswegen seien bereits mehr als 200 Menschen in Sicherheit gebracht worden, darunter Kinder. Laut Tkatschenko gab es bei dem Vorfall mindestens sechs Verletzte.
Selenskyj droht Russland mit 1.000 Drohnen täglich
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Moskau mit einer Intensivierung der Drohnenschläge im russischen Hinterland gedroht. „Die Aufgabe lautet: täglich 1.000 Drohnen für Langstreckenangriffe gegen Russland. Derzeit führen wir durchschnittlich über 300 solcher Langstreckenangriffe aus – das muss mehr werden“, sagte Selenskyj in seiner in Kiew verbreiteten abendlichen Videobotschaft. Die Ukraine müsse den Einsatz von Waffen zur Abwehr russischer Angriffe maximieren, betonte er.
Mit den Angriffen etwa auf Ölraffinerien, Logistikzentren und militärische Ziele hat Kiew die Kosten für Moskaus Krieg in die Höhe getrieben. Kremlchef Wladimir Putin hatte wirtschaftliche Schäden zwar eingeräumt, sie aber als nicht kritisch heruntergespielt. Putin wiederum drohte der Ukraine mit Attacken, die weitaus mehr Zerstörungen anrichteten als umgekehrt.
Selenskyj-Konkurrent gibt neuen Job bekannt
Der aus dem Amt gedrängte ukrainische Verteidigungsminister Mychailo Fedorow wird „Berater für Innovationen in der Verteidigung“ des italienischen Verteidigungsministers Guido Crosetto. Dieser habe ihm die Stelle angeboten, erklärte Fedorow am Freitag in Onlinediensten. „In dieser Funktion werde ich Italien dabei unterstützen, Technologien für die moderne Kriegsführung zu entwickeln.“ Gleichzeitig werde er weiter „an Projekten zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit“ der Ukraine arbeiten.
