Bei den einen trocknen die Putztücher vor der Tür, wird das Bettzeug am kleinen Fenster gelüftet oder man geht – wie fast täglich – mit einem Staubtuch über die schön geschnitzten roten Buchstaben, vergoldeten Ornamente und die eingerahmte Wagen-Zahl, denn der Bendplatz ist staubig. Mittendrin ein feiner schwebender Klang – Fulgenci Mestres, der in der Manege als souveräner Weißclown Gensi im kostbaren Kostüm glänzt, sitzt in einer Ecke des Schmink-Wagens der Clowns und spielt auf der „Singenden Säge“. Sehnsüchtig erklingt aus Wagners Oper „Tannhäuser“ die Ode an den Abendstern, Gensi im blumigen T-Shirt ist konzentriert, er liebt die Klassik – in einem Zirkus mit rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern findet man in der engen „Wagenburg“ nur selten ein ruhiges Plätzchen.