Nur geringe Dieselvorräte im AKW Saporischschja

Die Stromversorgung des von Russland besetzten ukrainischen Atomkraftwerks Saporischschja (ZNPP) ist nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) weiter sehr prekär. Das AKW sei nun seit mehr als einer Woche ohne Strom von außen und auf Notfall-Dieselgeneratoren angewiesen, teilte IAEA-Chef Rafael Grossi mit. Vorübergehend habe der Diesel-Vorrat nur noch für zehn Tage gereicht, bevor gestern und vorgestern mehrere Dutzend Tonnen Diesel von außerhalb des Geländes geliefert worden seien, hieß es.

„Die aktuelle Situation verdeutlicht erneut, warum eine zuverlässige externe Stromversorgung und sichere Versorgungswege für die nukleare Sicherheit und Sicherung unerlässlich sind“, sagte Grossi. Ohne die Wiederherstellung der externen Stromversorgung oder zusätzliche Lieferungen von Diesel in naher Zukunft könnte dem Kraftwerk innerhalb von etwa zehn Tagen ein vollständiger Stromausfall drohen.

Die IAEA arbeite daran, eine Zone für einen örtlich begrenzten Waffenstillstand zu etablieren, um Reparaturen an einer wichtigen Stromleitung zu ermöglichen, hieß es. Bei Erfolg würden diese Reparaturen die externe Stromversorgung des Kernkraftwerks wiederherstellen. Vor dem Konflikt verfügte das ZNPP über zehn externe Stromleitungen.

urn:newsml:dpa.com:20090101:251001-935-867817Vergrößern des BildesDrei der sechs Reaktorblöcke des AKW Saporischschja aus der Luft aufgenommen: (Quelle: Uncredited)

Selenskyj bestätigt verheerenden Drohnenangriff aus Russland

Bei einem russischen Drohnenangriff auf ein Logistikzentrum in der Nähe der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind nach Angaben des örtlichen Gouverneurs mindestens 27 Menschen getötet worden. Die Opferzahl könne noch steigen, sagte Gouverneur Tymur Tkatschenko am Samstag nach dem Angriff am Vorabend.

Nach Behördenangaben ereignete sich der Drohnenangriff am Freitagabend in dem Dorf Myla im Bezirk Butscha. In der Folge sei ein Feuer ausgebrochen, es habe mehrere Explosionen gegeben, erklärte Tkatschenko. Nach dem Angriff in Myla leitete die Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen des Verdachts ein, dass auf dem Gelände illegal explosives Material gelagert worden sei. Auch werde geprüft, ob das Unternehmen alle „notwendigen Genehmigungen“ gehabt habe, hieß es.

„Es gibt erhebliche Schäden an der umliegenden Infrastruktur: Wohnhäuser sowie ein Senioren- und Behindertenheim wurden beschädigt“, schrieb auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bei Telegram.

Großbrand nach russischem Drohnenangriff

Eine russische Drohne hat in einem Vorort der ukrainischen Hauptstadt Kiew einen Großbrand und Explosionen verursacht und zahlreiche Menschen zur Flucht gezwungen. Der Drohnenangriff habe sich am Freitagabend um kurz nach 20 Uhr (Ortszeit, 19 Uhr MESZ) in dem Dorf Myla im Bezirk Butscha ereignet, teilte die zuständige Staatsanwaltschaft mit.

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