Bei der Pressekonferenz nach dem 3:0-Sieg des MSV Duisburg gegen die Würzburger Kickers dürften so einige Leute zusammengezuckt sein. „Wir sind mit dem Platz nicht zurechtgekommen“, meinte Gästetrainer Michael Schiele dort. Es war natürlich nicht der Grund für die Niederlage, wie er später noch ausführte, aber der eine oder andere fühlte sich an die vergangene Woche erinnert.
Nach dem DFB-Pokalspiel der Zebras gegen die SV Elversberg hatten SVE-Coach Vincent Wagner und MSV-Trainer Dietmar Hirsch minutenlang den Rasen in der Schauinsland-Reisen-Arena kritisiert. Er sei vor allem zu lang. Hirsch meinte zudem, dass es seiner Mannschaft auch nicht helfen würde, wenn die Rahmenbedingungen auf dem Trainingsplatz besser sind als letztendlich im Stadion. In der NRZ hatte sich zudem noch das zuständige Duisburger Stadion-Management (DSM) zu Wort gemeldet und festgehalten, dass die Hitze und eine Pilzerkrankung die Etablierung der Grasnarbe erschwert hätten und so die Probleme zustande gekommen seien.
Würzburgs Trainer zeigt sich irritiert
Und diesmal erkannte Hirsch dann auch an, welche Arbeit in den Rasen gesteckt wurde: „Er war nun halb so hoch wie gegen Elversberg und da kann sich mein Kollege Gedanken machen, wie es dort gewesen sein muss“, sagte er mit einem Lächeln. „Ich glaube, der Platz war nicht schuld, ob die eine Mannschaft verloren hat und die andere gewonnen hat. Der Platz war schon wesentlich schlechter.“ Er sei diesmal sogar gut gewesen: „Ich glaube, man will schnell Fußballspielen, da braucht man einen guten Rasen. Ich fand ihn diesmal viel, viel besser. Vergangene Woche habe ich viel Kritik geäußert. Diesmal war er in einem wirklich guten Zustand.“
Würzburgs Trainer Schiele saß daneben und war sichtlich irritiert, welche Diskussion seine Aussage letztendlich ausgelöst hatte: „Meine Spieler sind am Anfang viel ausgerutscht, auch in guten Situationen vorne. Vielleicht hatten sie falsches Schuhwerk, das glaube ich aber nicht, weil sie alle Stollen anhatten.“