
AUDIO: Nachrichten 12:00 Uhr – 28.08.2026 (4 Min)
Stand: 28.08.2026 15:24 Uhr
Das Land kauft für den Nahverkehrsverbund in Schleswig-Holstein 20 weitere Akkuzüge. Ab 2030 sollen sie für mehr Sitzplätze und verlässlichere Verbindungen sorgen.
NAH.SH will seine Flotte von derzeit 55 Akkuzügen um 20 Fahrzeuge erweitern. Nach Angaben des Nahverkehrsverbunds sollen sie voraussichtlich ab 2030 auf den Linien Kiel – Flensburg, Kiel – Husum (Kreis Nordfriesland), Kiel – Lübeck und Niebüll – Dagebüll (Kreis Nordfriesland) eingesetzt werden.
Auf den ersten drei Strecken sollen häufiger mehrere Fahrzeuge zusammengekuppelt fahren. Dadurch stehen mehr Sitzplätze zur Verfügung, so NAH.SH. Zwischen Niebüll und Dagebüll sollen die derzeit eingesetzten Dieselzüge durch Akkuzüge ersetzt werden.
Neue Akkuzüge auch als Reserve vorgesehen
Ein Teil der neuen Fahrzeuge soll laut des Nahverkehrsverbunds außerdem als Reserve dienen. So sollen Verbindungen verlässlicher werden, wenn Züge etwa wegen Wartungsarbeiten oder Unfällen ausfallen. Im Winter 2024/25 war es wiederholt zu Ausfällen gekommen, weil nicht genügend einsatzfähige Akkuzüge zur Verfügung standen. Erixx und Nordbahn hatten die geringe Fahrzeugreserve damals kritisiert.
RE74: Zugteilung auf Strecke Kiel – Husum – Flensburg
Zusätzliche Verbindungen sind mit Ausnahme eines neuen sogenannten Flügelkonzepts auf der Strecke Kiel – Husum/Flensburg nicht geplant. Diese Strecke mit der Linie RE74 soll signaltechnisch so angepasst werden, dass eine Teilung des Zuges von Kiel nach Husum in Jübek möglich ist. Dann soll laut NAH.SH ein Akkuzugteil weiter nach Flensburg fahren und ein Zugteil nach Husum.
Wie viel die 20 neuen Akkuzüge kosten werden, ist laut NAH.SH noch offen.

In Schleswig-Holstein kommt es weiterhin zu Zugausfällen und Ersatzverkehr. Diese Strecken sind zum Ende der Urlaubszeit aktuell betroffen.

Nach massiven Einschränkungen durch Frost stehen der Nordbahn wieder genügend Fahrzeuge für den Regelbetrieb zur Verfügung.

Etwa ein Viertel der Züge muss nach Unternehmensangaben repariert werden. Pendler müssen deshalb mit Ausfällen rechnen.