Analysten zeigten sich jedoch skeptisch und forderten mehr Einzelheiten zur rechtlichen und finanziellen Struktur. Es sei unklar, ob eine kurzfristige Senkung der Benzinpreise zu erwarten sei, da der Aufbau der nötigen Infrastruktur Jahre dauern könne. David Goldwyn, Präsident von Goldwyn Global Strategies, sagte, es sei fraglich, ob ein Pachtvertrag der US-Regierung nach venezolanischem Recht haltbar sei. Es gebe „keinen Präzedenzfall dafür, dass die US-Regierung einen Pachtvertrag zum Betrieb von Ölfeldern abschließt“.

US-Regierung will Teil des Yosemite-Parks verkaufen

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump prüft einem Medienbericht zufolge bereits seit mehr als einem Jahr die Möglichkeit, ein kleines Stück Land des Yosemite-Nationalparks an ein privates Immobilienunternehmen zu verkaufen. Die Regierung habe mehrere Optionen geprüft zur Veräußerung eines etwa 400 Meter breiten Streifens des weltbekannten kalifornischen Nationalparks an den im benachbarten Bundesstaat Nevada ansässigen Immobilienentwickler Kingsbarn Realty Capital, berichtete die US-Nachrichtenwebsite „Notus“ am Freitag.

Briefwahl: Trump-Regierung legt Berufung gegen Gerichtsurteil ein

Im Rechtsstreit um geänderte Regeln für die Briefwahl in den USA zieht die Regierung von US-Präsident Donald Trump vor die nächste Instanz. Wie erwartet ficht sie vor einem Berufungsgericht die einstweilige Verfügung an, mit der eine Richterin weite Teile der Pläne auf Eis gelegt hatte. Das geht aus den Gerichtsunterlagen hervor.

Wenige Tage bevor in den ersten Bundesstaaten Wahlunterlagen versandt werden sollen, geht der Rechtsstreit damit in die nächste Runde. Die neuen Regeln sehen im Kern vor, dass die US-Post USPS eine zentrale Rolle bei der Kontrolle der Briefwahl einnimmt. Bundesstaaten sollen der Post etwa das Design ihrer Umschläge für die Briefwahl zur Genehmigung vorlegen. Zudem soll die Post die Unterlagen nur an Bürger ausliefern, die in einem von den Bundesstaaten übermittelten Wählerverzeichnis geführt sind.

ICE nimmt rechten Provokateur fest

Der rechtsextreme britische Provokateur Milo Yiannopoulos ist von der amerikanischen Einwanderungsbehörde ICE am Flughafen von Louisiana festgenommen worden. Er sei 2019 in die USA gekommen, sei dann aber länger geblieben als sein Visum es erlaube. Er soll abgeschoben werden.

Yiannopoulos war lange als prominentes Gesicht amerikanischer Rechtsextremisten bekannt. Der offen schwul lebende Brite verbreitete Hetze gegen Frauen, Schwarze, Eliten und Liberale. Erst als 2017 ein Interview kursierte, in dem er Sex zwischen Männern und Jungen verteidigte, kehrte ihm die Szene großteils den Rücken: Yiannopoulos verlor seinen Buchvertrag mit dem Verlag Simon & Schuster, die Conservative Political Action Conference (CPAC-Konferenz) strich ihn von der Rednerliste.