Spanien erwartet an diesem Wochenende 6,88 Millionen Fernfahrten, Frankreich warnt vor starkem Rückreiseverkehr und auch in Italien erreichen die Belastungen der Autobahnen am Samstag und Sonntag kritische Werte. Für deutsche Urlauber auf dem Weg nach Hause können sich damit auf Hunderten Kilometern Staus bilden.
Zusätzlichen Druck bringt das Ende der Sommerferien. In Frankreich müssen die Schüler wieder in die Schule. Gleichzeitig fahren Urlauber aus Spanien zurück in andere europäische Länder, während dort zusätzlich der Nord-Süd-Verkehr auf die Rückreisewelle trifft. In Italien läuft parallel der große „Controesodo“, die traditionelle Rückreise aus den Ferienregionen in die Städte.
Spanien überwacht den Verkehr streng
In Spanien überlagern sich mehrere Verkehrsströme. Urlauber fahren aus den Küstenregionen zurück in die Städte, andere starten in den Septemberurlaub und zahlreiche ausländische Fahrzeuge sind auf dem Weg zurück in ihre Heimatländer. Hinzu kommen portugiesische und nordafrikanische Fahrzeuge der zweiten Phase der „Operación Paso del Estrecho“.
Die „Operación Paso del Estrecho“, übersetzt etwa „Operation Straße von Gibraltar“, organisiert den starken sommerlichen Reiseverkehr zwischen Europa und Nordafrika über Spanien. Zum Ferienende kehren viele Reisende über die spanischen Fährhäfen aus Nordafrika zurück und fahren anschließend durch Spanien weiter in ihre europäischen Heimatländer. Dadurch entsteht zusätzlicher Verkehr auf den Routen Richtung Frankreich.
Zudem startet am Freitag, 28.8.2026, um 15:00 Uhr die letzte große Verkehrsaktion dieses Sommers. Die „Operación Retorno“ (Operation Rückreise) läuft bis Montag. Hier überwachen die spanischen Behörden den Verkehr mit Drohnen, Hubschraubern und getarnten Fahrzeugen um Verkehrssünder zu identifizieren.
Am Sonntag verschärft sich die Lage vor allem am Nachmittag. Zwischen 16:00 und 23:00 Uhr erwartet die DGT auf den großen Rückreiseachsen Probleme. Gleichzeitig steigt der Verkehr an den Grenzübergängen durch ausländische Fahrzeuge. Am Montag gilt erneut der Zeitraum zwischen 16:00 und 23:00 Uhr als besonders ungünstig.
Frankreich steht unmittelbar vor dem Ferienende
In Frankreich kommt ein weiterer Faktor hinzu. Die Schulferien enden, am Dienstag (1.9.) beginnt wieder der Unterricht. Entsprechend groß ist die Rückreisewelle aus den Ferienregionen. Die Rückreiserichtung ist landesweit in Rot eingefärbt.
Besonders stark betroffen sind die Strecken von der Atlantikküste, aus dem Südwesten und aus Südostfrankreich. Für deutsche Spanienurlauber können damit nach der Fahrt durch Spanien unmittelbar die nächsten Staus folgen.
* Am Sonntag betrifft die Angabe den Abschnitt Orange–Lyon. Die Zeitangaben für Freitag und Samstag unterscheiden sich auf der A7 je nach Abschnitt.
Auch die Fahrt durch den Großraum Paris kann viel Zeit kosten. Am Freitag empfiehlt der staatliche Verkehrsinformationsdienst „Bison Futé“, die Île-de-France auf der Rückreise bereits vor 12:00 Uhr oder erst nach 23:00 Uhr zu erreichen. Am Samstag sollten Autofahrer die Region vor 10:00 Uhr passieren, am Sonntag vor 11:00 Uhr. Besonders betroffen sind dort A10 und A6.
Italien ruft für das Wochenende Rot aus
Auch Italien steht vor einer der stärksten Rückreisewellen des Sommers. Der italienische Automobilclub ACI erwartet für das Wochenende „Bollino rosso“, die rote Warnstufe für besonders starken Verkehr. Besonders am Samstag und Sonntag erwartet Autostrade per l’Italia tagsüber kritischen Verkehr auf den Rückreiserouten.
Die Verkehrsströme laufen von den Küsten, Inseln und Bergregionen zurück in die großen Städte. Für deutsche Urlauber sind vor allem die Achsen interessant, die den Verkehr aus Mittel- und Süditalien nach Norden führen. Der ACI nennt unter anderem A1, A14, A4 und die Brennerautobahn A22 als Strecken, auf denen hohe Verkehrsaufkommen auftreten können.
Am Freitag wird der Rückreiseverkehr nach Angaben von Autostrade per l’Italia zwischen 7:00 und 21:00 Uhr als intensiv eingestuft. Am Samstag und Sonntag erreicht er zwischen 7:00 und 19:00 Uhr die Stufe „kritisch“. Zwischen 19:00 und 21:00 Uhr bleibt der Verkehr an beiden Tagen intensiv.
Fazit