Leipzig/hen – Es war kein normales Spiel für RB-Sommerzugang Rocco Reitz am gestrigen Samstagnachmittag in Leipzig: Erst fand sich der 24-Jährige nach lange Viruserkrankung überraschend in der Startelf wieder – und das gegen seinen Ex-Verein Borussia Mönchengladbach. Und dann erzielte er auch noch sein Premierentor für den neuen Klub RB Leipzig.
Nkunku legt bei Rückkehr-Debüt auf
Es war das 3:0 und damit der Schlusspunkt der Auftaktpartie des Vorsaison-Dritten mit Martin Demichelis als neuem Trainer an der Seitenlinie. Und mit dem ersten Rückkehr-Einsatz des früheren RB-Shootingstars Christopher Nkunku nach drei missratenen Jahren beim FC Chelsea und bei der AC Milan, der Reitz den Treffer gegen seine früheren Kameraden auflegte.
Reitz wurde danach übel beschimpft von den vormals eigenen Fans. Er selbst war happy, dass die Beleidigungen, etwa in Form von Plakaten oder Spruchbändern nicht heftiger ausgefallen waren. Und sagte nach der Partie: „Jeder kann seine Meinung äußern. Am Ende habe ich mich mehr darüber gefreut, dass unsere Kurve mich gefeiert hat. Das hat mich sehr glücklich gemacht.“
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Reitz: „Jeder kann seine Meinung kundtun“
Reitz berichtete, dass ihn das Duell gegen den Ex-Klub ziemlich beschäftigt hat. „Mir ging vor dem Spiel schon viel durch den Kopf, gerade wenn man ein halbes Leben beim Gegner verbracht hat. Ich habe versucht, wenig nachzudenken“, sagte er und war froh darüber, dass es „gut ausgegangen“ sei.
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Sein ehemaliger Trainer wollte sich zum Wiedersehen nicht äußern. „Ich habe weder vor noch nach dem Spiel mit ihm gesprochen“, sagte ein zerknirschter Eugen Polanski. „Es war ein normaler Spielertransfer. Ich habe mich deshalb auf meine Mannschaft fokussiert.“
Polanski geht Ex-Kapitän aus dem Weg
Polanskis Abschied aus Mönchengladbach war geprägt von einer Viruserkrankung, die ihn einen Abschied verwehrte und lange Zeit auch in der Vorbereitung mit seinem neuen Team behinderte. Umso überraschter sei er gewesen, berichtete er, dass er sich plötzlich in der Startelf wiederfand. „Das war schon überraschend.“
Nach den erneuten Schmähungen der Gladbacher Fans, die dem ehemaligen Fohlen-Kapitän den Wechsel zu Red-Bull-Klub übelnehmen, schien Reitz mit seinem Treffer das Kapitel Gladbach abgeschlossen zu haben. Zwar versuchte er nicht zu Jubeln nach seinem Treffer, aber so ganz gelang es ihm nicht, seine Freude zu verbergen. Nach dem Spiel sagte er: „Ich bin angekommen bei RB. Ich wurde sehr gut aufgenommen, das Team ist super, die Stadt ist wunderschön. Ich fühle mich sehr, sehr wohl.“
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