Verbraucher aufgepasst Das ändert sich im September

30.08.2026, 06:20 Uhr

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imageAuch im neuen Monat gibt es einige Neuerungen. (Foto: imago/CHROMORANGE)

Bahnhöfe werden alkoholfrei, Lohnsteuerhilfevereine dürfen mehr Menschen als bisher beraten, der bundesweite Warntag steht an und das Oktoberfest startet. Dies und anderes erwartet Sie im neuen Monat.

Im September wird in drei Bundesländern gewählt

Im September wird in drei Bundesländern gewählt: Am 6. September ist Sachsen-Anhalt dran. Am 20. September finden Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern statt.

Bahnhöfe werden alkoholfrei

In mehreren Schritten sollen alle deutschen Bahnhöfe alkoholfrei werden – der bundeseigene Konzern plant ein sogenanntes Alkoholkonsumverbot in allen 5.400 Stationen. Die neue Regel soll bis zum 15. Oktober umgesetzt werden. Bereits ab dem 1. September sollen der Berliner Hauptbahnhof sowie die Bahnhöfe Berlin Gesundbrunnen, Kiel und Braunschweig alkoholfrei sein.

Hilfe bei Steuererklärung

Lohnsteuerhilfevereine dürfen mehr Menschen als bisher beraten. Bislang galt, dass nur Mitglieder zur Einkommensteuer beraten werden durften, deren Einkünfte aus nicht selbstständiger Arbeit, ihrer Rente oder Unterhaltsleistungen kamen. Wer sogenannte Überschusseinkünfte wie Mieteinkünfte oder Kapitaleinkünfte hatte, fiel unter Umständen wegen einer Obergrenze raus und konnte die Hilfe nicht in Anspruch nehmen. Diese Obergrenze entfällt. Dadurch können nach Schätzung des Finanzministeriums rund 35.500 weitere Steuerpflichtige die Hilfe eines Lohnsteuerhilfevereins nutzen.

Hinweise zu Rechten bei kaputten Produkten

Welche Rechte haben Kundinnen und Kunden, wenn das T-Shirt beim ersten Tragen reißt oder das Spielzeug schnell den Geist aufgibt? Das sollen sie bald noch schneller erkennen. Ab dem 27. September müssen dafür in der ganzen EU zwei einheitliche Labels verwendet werden. Wer Konsumgüter verkauft, muss mit dem „Gewährleistungslabel“ zum Beispiel an der Kasse darauf hinweisen, dass Verbraucher mindestens zwei Jahre lang gesetzliche Rechte haben. Denn liegt ein Gewährleistungsfall vor, haben Verbraucher Anspruch auf kostenlose Reparatur oder Ersatz.

Gibt ein Hersteller zusätzlich eine freiwillige Garantie auf die Haltbarkeit eines Produkts, muss er dieses künftig mit dem sogenannten „GARAN-Label“ kennzeichnen. So sollen Verbraucher schnell sehen, wie viele Jahre alles einwandfrei funktionieren soll – und sonst vom Hersteller kostenlos repariert oder ersetzt wird.

Härtere Konsequenzen für Greenwashing

Wer auf der Verpackung, in Anzeigen, Werbebroschüren oder im Internet mit Begriffen wie „umweltfreundlich“ oder „klimaneutral“ wirbt, muss diese Behauptung ab dem 27. September auch belegen können. Andernfalls drohen Abmahnung oder sogar Schadenersatz. Nachhaltigkeitssiegel dürfen gemäß einer Neuregelung nämlich nur noch dann benutzt werden, wenn sie auf einem Zertifizierungssystem beruhen oder von staatlichen Stellen festgesetzt wurden.

Abschied von einem TV-Dauerbrenner

Am 6. September müssen sich Schlagerfans von einem TV-Dauerbrenner verabschieden. Dann läuft die letzte Live-Ausgabe des Formats „Immer wieder sonntags“ mit Moderator Stefan Mross. Die Sendung kam rund 30 Jahre im Ersten und gehörte zu den beliebtesten Volksmusik-Shows in Deutschland – regelmäßig schaute ein Millionenpublikum zu.

NFL ab September 2026: Viel mehr live im TV

Football-Fans in Deutschland können sich über ein größeres TV-Angebot freuen. Ab dem Saisonstart zeigen die RTL-Gruppe und Sky die NFL-Woche. Neben den Sonntagsabend-Spielen soll es auch die Nacht-Partien und zwei Konferenzen geben. Die erste Partie bestreiten die New England Patriots und die Seattle Seahawks am 10. September um 2.20 Uhr deutscher Zeit.

Oktoberfest startet im September

Es darf wieder in großer Runde gebechert werden. Wo? In München. Auf dem Oktoberfest. Wann? Vom 19. September bis zum 4. Oktober.

Bundesweiter Warntag

Der nächste bundesweite Warntag findet am 10. September statt, wie das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe ankündigt. An diesem Aktionstag erproben Bund und Länder sowie die teilnehmenden Kreise, kreisfreien Städte und Gemeinden in einer gemeinsamen Übung ihre Warnmittel. Hierzu gehören verschiedene Medien und Kanäle wie zum Beispiel Fernseh- und Radiosender, das Internet oder auch Mobiltelefone.

Ab 11 Uhr aktivieren die beteiligten Behörden und Einsatzkräfte unterschiedliche Warnmittel. Gegen 11.45 Uhr ist die Entwarnung auf gleichem Wege geplant.

Strategie für die Warnung in Deutschland ist, die Bevölkerung auf vielen Wegen warnen zu können. Dieses Vorgehen entspricht dem sogenannten Mehrkanalansatz oder „Warnmittelmix“. Hierfür hat der Bund das Modulare Warnsystem (MoWaS) entwickelt, das er betreibt und gemeinsam mit den Ländern und Kommunen nutzt.

Die Sommerferien enden

In einigen Bundesländern müssen Schüler schon längst wieder die Schulbank drücken, in anderen ist noch längst nicht Schluss mit lustig.

  • Baden-Württemberg: 30. Juli – 12. September

  • Bayern: 3. August – 14. September

  • Berlin: 9. Juli – 22. August

  • Brandenburg: 9. Juli – 22. August

  • Bremen: 2. Juli – 12. August

  • Hamburg: 9. Juli – 19. August

  • Hessen: 29. Juni – 7. August

  • Mecklenburg-Vorpommern: 13. Juli – 22. August

  • Niedersachsen: 2. Juli – 12. August

  • Nordrhein-Westfalen: 20. Juli – 1. September

  • Rheinland-Pfalz: 29. Juni – 7. August

  • Saarland: 29. Juni – 7. August

  • Sachsen: 4. Juli – 14. August

  • Sachsen-Anhalt: 4. Juli – 14. August

  • Schleswig-Holstein: 4. Juli – 15. August

  • Thüringen: 4. Juli – 14. August

Quelle: ntv.de, awi/dpa