Lex-Tyger Lobinger hat einen absoluten Traumstart in die neue Saison hingelegt. In seinen bisherigen vier Pflichtspielen – im Niederrheinpokal beim Bezirksligisten Wülfrath wurde der Angreifer geschont – erzielte er fünf Treffer. Am Samstag beim 3:0-Sieg im Heimspiel gegen die Würzburger Kickers gelang ihm sein erster Doppelpack der Saison. „Wenn es so weiter geht, beschwere ich mich nicht“, meinte Lobinger hinterher mit einem breiten Grinsen. Hinzu kam dann auch noch ein Lob vom Trainer.

„Er hat fleißig gearbeitet, hatte eine sehr gute Vorbereitung und ist gesund. Wir wussten immer, dass er ein Top-Stürmer ist. Er hatte immer Top-Quoten und macht immer so weiter“, sagt Dietmar Hirsch über den 27-Jährigen. Der Coach will aber auch seine Mannschaftskameraden nicht unerwähnt lassen: „Er wird auch gut in Szene gesetzt.“ Das galt vor allem beim Treffer zum 1:0. Dort hatte sich Joshua Bitter auf der rechten Seite gegen mehrere Würzburger durchgekämpft. Bei seiner Hereingabe musste Lobinger letztlich nur den Fuß hinhalten. „Es passt halt einfach“, sagt Hirsch. „Wir sind froh, dass wir so einen qualitativ guten Stürmer haben.“

Für den Erfolg hatte Lobinger in der Sommervorbereitung auch immer wieder Extraschichten eingelegt. Anhand der Torausbeute kann man gut und gerne behaupten, dass sich das gelohnt hat: „Wenn man es darauf schieben will, sage ich gerne ja. Hartes Training wird immer belohnt“, sagt Lobinger stolz. „Ob es wirklich daran lag, weiß ich nicht. Aber es hat gut getan.“

Doppelpack in einer Viertelstunde

Für seinen Doppelpack gegen Würzburg brauchte Lobinger gerade einmal eine Viertelstunde. Der Führungstreffer nach Vorlage von Bitter fiel nach neun Minuten, sechs Minuten später schloss er dann nach einer Flanke von rechts von Aljaz Casar zum 2:0 ab. „Wir sind von Anfang an sehr gut ins Spiel gekommen. Wenn du früh mit zwei Toren in Führung gehst, lässt sich ein solches Heimspiel leichter spielen“, sagt Lobinger, mahnt aber auch an: „Wir hätten früher auf das dritte Tor gehen können. Trotzdem haben wir das solide runtergespielt.“

Zumal ein drittes eigentlich schon nach 27 Minuten hätte fallen müssen. Patrick Sussek war von Christian Viet aus dem Zentrum heraus freigespielt worden und lief frei auf den Würzburger Torhüter Johann Hipper zu. Schiedsrichter Niclas Rose pfiff jedoch wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung ab. Die TV-Bilder zeigten, dass dem relativ deutlich nicht so war. „Wir haben in der Dritten Liga ja keine Videoschiedsrichter, da muss man das manchmal hinnehmen. Es sollte ja trotzdem reichen“, meinte Lobinger. Den Schlusspunkt zum 3:0 setzte dann Viet eben selbst (71.). Lobinger stand zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr auf dem Feld.

Für die Duisburger geht es dann am kommenden Wochenende zum SSV Jahn Regensburg. Einem Gegner, dem Lobinger auch mit Respekt begegnet. „In der Dritten Liga gibt es kein einfaches Spiel“, weiß Lobinger, der sich mit dem Gegner aber noch nicht beschäftigt hat. „Bis jetzt war voller Fokus auf das Spiel gegen Würzburg.“ Vielleicht kann Lobinger seinen Lauf dort ja sogar fortsetzen und weiter Selbstvertrauen sammeln. Danach, am 12. September, kehrt er schließlich in Düsseldorf an seine alte Wirkungsstätte zurück. Dort durfte er zwischen 2020 und 2022 elfmal zumindest Zweitliga-Luft schnuppern.