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Die wohl exklusivste Sammlung der Welt besitzt der amerikanische Hedgefonds-Milliardär Ken Griffin (57): einen Leonardo und einen Dino.
Das Skelett eines Stegosaurus ersteigerte er 2024 für 37,7 Millionen Euro. Das Fossil wird als Leihgabe im New Yorker Naturkundemuseum ausgestellt.
Und sein Gemälde von Leonardo da Vinci (1452 bis 1519) ließ Griffin vor einigen Wochen leihweise im New Yorker Metropolitan Museum aufhängen. In Saal 609. Ganz unauffällig und ohne jegliche Erklärung.

Kenneth Griffin ist Hedgefonds-Manager und CEO des Finanzdienstleisters Citadel LLC
Foto: picture alliance/newscom
Warum diese Geheimtuerei? Die Museumsleitung wollte sich auf BILD-Nachfrage nicht dazu äußern.
Dabei handelt es sich um eine Kunst-Sensation! Die „Madonna mit der Spindel“ war bisher nur eines von zwei akzeptierten Leonardo-Gemälden in Privatbesitz, die nicht öffentlich zugänglich waren.
Der Superstar der Renaissance hatte das kleinformatige Bild (49,5 × 37,1 cm) 1501 gemalt. Der Jesusknabe sitzt auf dem Schoß seiner Mutter Maria und schaut eine Spindel in Kreuzform an. Das Symbol seines späteren Todes zur Erlösung der Menschheit.
Spannend: Wir sehen ein ähnlich dunstiges Berg-Panorama und eine Bogenbrücke wie in der „Mona Lisa“, die aber erst ein paar Jahre danach entstand.
Kurios: Die „Madonna mit der Spindel“ wurde von da Vinci und seiner Florentiner Werkstatt gleich doppelt gemalt. Die zweite Version hat einen komplett anderen Landschafts-Hintergrund. Sie gehört dem schottischen Duke of Buccleuch, wurde 2003 aus dessen Schloss gestohlen und 2007 wiederentdeckt. Heute hängt sie in der National Gallery von Edinburgh.
Was ist die Madonna des US‑Milliardärs (aktuell Platz 35 der weltweiten Forbes-Liste) wert?
Griffin hatte sie zu einem unbekannten Preis gekauft. Zum Vergleich: Der „Salvator Mundi“, der Erlöser der Welt, von da Vinci hält seit 2017 mit 450 Millionen Dollar (386 Mio. Euro) den Auktions-Weltrekord. Seitdem wird er von seinem Besitzer, dem saudischen Kronprinzen, versteckt. Das Gemälde tauchte nie wieder auf, wurde 2019 kurz vor der Leonardo-Ausstellung im Pariser Louvre zurückgezogen.

Auch dieser Stegosaurus gehört zur Sammlung des Milliardärs
Foto: picture alliance/ZUMAPRESS.com
Der deutsche Leonardo-Experte Frank Zöllner (Leipzig): „Ken Griffin will offenbar sicherstellen, dass die Madonna nicht denselben Weg geht wie der Salvator.“ Und verschwindet. Das freut jeden Kunstfreund.