Mit unserer Reihe „Augsburger Anekdoten“ erzählen wir kleine Geschichten mitten aus dem Leben unserer Stadt.
Baustellenromantik. Augsburg hat viele schöne Ecken. Noch schöner werden diese manchmal sogar noch, wenn die Lichtstimmung passt. Wenn sich der Himmel also mal wieder in starke Gelb-, Orange- oder Rottönen färbt, möchte man eigentlich nur innehalten und das Naturspektakel bewundern. Doch das ist in Augsburg nicht überall so leicht. In der Rosenaustraße, am Perlachturm und natürlich am Theater, wo die große Baustelle sich über dutzende Meter zieht, kommt nicht ganz so mühelos Romantik auf. Aber es hilft nichts. Gut, dann schaut man sich den Sonnenuntergang eben neben Bauschutt und Absperrzäunen an. Irgendwie hat man sich daran gewöhnt. In ein paar Jahren ist der Sonnenuntergang neben dem fertigen Theater dann hoffentlich umso beeindruckender.

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Hier könnte Romantik aufkommen – wäre da nicht die große Theaterbaustelle.
Foto: Bianca Dimarsico
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Hier könnte Romantik aufkommen – wäre da nicht die große Theaterbaustelle.
Foto: Bianca Dimarsico
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Baustellen-Ersatz-Romantik. Bleiben wir bei einer Baustelle, der Freilichtbühne. Die war diesen Sommer geschlossen, keine Sommerabende vor historischer Kulisse. Aber dann kam einer, der mit einer Ersatz-Freilichtbühne einsprang: Georg Heber betreibt einen Kiosk im Lechhauser Freibad und sorgte dort auch für Unterhaltung und Konzerte. Diese kleine Bühne war die Sommerentdeckung des Jahres. Gute Bands, gute Stimmung, Menschen, die mit Picknickdecken auf dem Rasen saßen und den Sommer unter freiem Himmel genossen. Sogar das Quietschen der Tram, das Fans der „echten“ Freilichtbühne gewohnt sind, konnte man in Lechhausen hören. Trotzdem, liebe Stadt: Ein Grund, die Sanierung am Roten Tor zu verzögern, ist das nicht. Diese beiden Freilichtbühnen können eine schöne Co-Existenz führen.
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Filmreif. Diese Woche in der Innenstadt. Ein einsamer Geiger steht in einer Altstadtgasse und spielt das Titelthema von Harry Potter. Warum er sich ausgerechnet diesen Ort ausgesucht hat? Keine Passanten, keine Zuhörer. Nur der Mann und seine Geige. Fast schon magisch. Aber er spielte ja auch „Zaubermusik“.