Die externe Stromversorgung sei infolge militärischer Aktivitäten auf der Nordseite des Flusses Dnipro ausgefallen, erklärte die IAEA. Die Behörde bemühe sich um eine örtliche Waffenruhe, damit beschädigte Stromleitungen repariert werden könnten. Eine zuverlässige externe Stromversorgung und sichere Versorgungswege seien für die nukleare Sicherheit „unverzichtbar“, erklärte IAEA-Chef Rafael Grossi.
Ankara bestellt ukrainischen Botschafter ein
Nach Luftangriffen auf zwei türkische Schiffe im Schwarzen Meer hat Ankara den ukrainischen Botschafter einbestellt. In dem Gespräch habe die Türkei „betont, dass die Sicherheit des Personen- und Güterverkehrs sowie der Schifffahrt und der Umwelt gewährleistet sein muss“, erklärte das türkische Außenministerium am Samstag.
Mit dem Schritt reagierte Ankara auf Angriffe auf türkische Schiffe am Mittwoch und Donnerstag. Dabei wurde nach türkischen Angaben zunächst das Containerschiff „Lider Bordo Mavi“ vor dem russischen Schwarzmeerhafen Tuapse attackiert. Am darauf folgenden Tag wurde demnach auch die „Lider Kocatepe“ zum Ziel, die dem ersten Schiff zur Hilfe gekommen war. Zu möglichen Toten oder Verletzten an Bord machte das Ministerium keine Angaben. Türkische Medien berichteten, dass ein beschädigtes Schiff in die türkische Hafenstadt Samsun geschleppt werden konnte.
Die Türkei hatte zuletzt von Russland und der Ukraine ein „Moratorium“ für Angriffe auf Handelsschiffe im Schwarzen Meer gefordert. Zuvor waren mehrere türkische Schiffe von Drohnen attackiert worden. Die Angriffe waren der Ukraine zugeschrieben worden. Kiew will mit Angriffen auf Frachtschiffe die Ausfuhr von Getreide und fossilen Brennstoffen behindern, deren Erlöse Russland zugutekommen.
Kreml: Keine Aussicht auf bessere Beziehungen zur EU
Der Kreml sieht nach Angaben seines Sprechers Dmitri Peskow keine Aussicht auf verbesserte Beziehungen zur Europäischen Union. Europa treffe Aussagen, die darauf hindeuteten, dass es Russland als „Gegner und sogar als Feind“ betrachte. Auf welche Äußerungen sich Peskow genau bezieht, bleibt zunächst unklar. Die derzeitigen EU-Politiker verhielten sich Russland gegenüber konfrontativ, „nicht nur in Worten, sondern auch in Taten“, fügt er hinzu. „Sie mobilisieren die militärischen Fähigkeiten Europas und richten sie gegen unser Land, während sie sich direkt an Feindseligkeiten gegen uns beteiligen.“
Zahl der Toten nach russischem Drohnenangriff gestiegen
Die Zahl der Toten nach einem russischen Drohnenangriff und einer dadurch ausgelösten Explosion eines Lagerhauses in der Region Kiew ist nach ukrainischen Angaben auf 37 gestiegen. Dutzende Menschen wurden den Behörden zufolge zudem verletzt und Hunderte evakuiert. Mehrere Gebäude, darunter Wohnhäuser, seien durch die Detonation beschädigt worden. Mehr zu dem Angriff lesen Sie hier.
Nur geringe Dieselvorräte im AKW Saporischschja
Die Stromversorgung des von Russland besetzten ukrainischen Atomkraftwerks Saporischschja (ZNPP) ist nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) weiter sehr prekär. Das AKW sei nun seit mehr als einer Woche ohne Strom von außen und auf Notfall-Dieselgeneratoren angewiesen, teilte IAEA-Chef Rafael Grossi mit. Vorübergehend habe der Diesel-Vorrat nur noch für zehn Tage gereicht, bevor gestern und vorgestern mehrere Dutzend Tonnen Diesel von außerhalb des Geländes geliefert worden seien, hieß es.
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