Emmanuel Macron ist noch bis zum Frühjahr kommenden Jahres im Amt. Aber über den Umgang mit seinem politischen Nachlass wird schon heftig gestritten – vor allem über die Staatsverschuldung, die unter seiner Präsidentschaft auf mehr als 3500 Milliarden Euro gewachsen ist. Die zweitgrößte Volkswirtschaft hat den größten Schuldenberg in der EU angehäuft. Das Staatsdefizit liegt bei mehr als fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts und könnte auf fast sieben Prozent steigen, prognostizieren Ökonomen, die den Haushalt im Auftrag der Regierung untersucht haben. Damit läge Frankreich weit über dem Maastricht-Kriterium von drei Prozent. Für den Schuldendienst gibt der französische Staat inzwischen mehr aus als für die Verteidigung.