„Die Soße ist absolute Spitze und macht sofort süchtig.“ Die Ansage von Paulo vom Portugal-Truck lässt Jasmin und Yannik, die neugierig vor dem Foodtruck auf dem Schiefbahner Hubertusplatz stehen geblieben sind, schmunzeln. „Dann wollen wir die Garnelen mit der Soße einmal probieren“, sagt Jasmin lachend und bestellt eine Portion. „Die teilen wir uns. Schließlich wollen wir noch mehr probieren“, sagt Yannik mit Blick auf die vielen verschiedenen Essensstände, die nicht nur auf dem Hubertusplatz stehen.
Entlang der Hochstraße bestimmt die Kulinarik ebenfalls das Bild. Im Rahmen von „So schmeckt Schiefbahn“ ist erneut das Street-Food-Festival zu Gast. Knapp 40 Aussteller mit den unterschiedlichsten kulinarischen Angeboten und diversen Getränken verwandeln die Innenstadt in eine Schlemmermeile. Lecker essen und dabei die Gelegenheit erhalten, auch einmal Sachen auszuprobieren, die nicht alltäglich sind, zieht nicht nur Schiefbahnerinnen und Schiefbahner in den Ort.
Allein das Duftgemisch, das sich entlang der Pavillons, Foodtrucks und Anhänger zieht, lässt Besuchern das Wasser im Mund zusammenlaufen. „Ich weiß noch gar nicht, was ich essen werde“, sagt Edith Max, die zusammen mit ihren Enkelkindern die Gelegenheit zu einer kulinarischen Weltreise nutzt. Nora ist ebenso noch unsicher, derweil Mara schon weiß, dass es Tacos werden sollen.
Bei „Mallek‘s Gourmetträume“ lockt Süßes in Form von Nougat, Cannoli und Co. Auf Holzbrettchen bietet Mitarbeiterin Kim Probierhäppchen in der Variante Salz-Karamell sowie Amarenakirsch-Mandelgebäck an. „Der Renner sind unsere Pistazien-Cannoli“, erzählt Kim. Bei der Feinbrennerei Prinz entpuppt sich der Federweißer neben den Cocktails als das Kultgetränk des Wochenendes. „Wir haben ihn in Weiß und Rot dabei. Beides wird gut nachgefragt“, sagt Magarete Klein-Wunder.
Neugierige Blicke gibt es indes beim Stand von Matsuri, wo die japanische Küche zu Hause ist. Grillplatten mit kleinen halben Kugelformen sind zu sehen. In jeder Aushöhlung liegen Teigbällchen, die von Megumi mit zwei Stäbchen immer wieder gedreht werden, damit die Hitze von unten die Bällchen gleichmäßig gart. „Für unsere Veggiyaki verwenden wir spezielle Grillplatten aus Japan. Wir bieten die Bällchen in einer veganen Variante und einer Variante mit Fisch an“, erklärt Megumi und deutet auf die linken Platten, wo die veganen Bällchen zubereitet werden, während auf der anderen Seite die Fischbällchen brutzeln. Mit hausgemachten Soßen garniert, geht das Gericht über die Theke.
Ob ungarische Langos, klassische niederrheinische Reibeplätzchen, schwäbische Spätzle, Wildgrillwürste oder kroatische Spezialitäten: Es geht kunterbunt zu – und das genießen die Besucher sichtlich.