Das bekannteste Volksfest der Welt steht vor der Tür: In weniger als einem Monat beginnt die traditionelle Wiesn-Gaudi in München. Wer beim Oktoberfest in einem der knapp 40 Festzelte einen Tisch ergattern möchte, hat bereits seit einigen Monaten die Möglichkeit, einen Platz zu reservieren. Doch Obacht: Nicht auf allen Webseiten geht es mir rechten Dingen zu. Worauf Besucherinnen und Besucher bei der Reservierung für einen Platz auf der Wiesn achten sollten.

Wiesn 2026: So zocken die Betrüger die Oktoberfest-Gäste ab

Die Wien startet heuer in die 191. Runde. Mitte September beginnt das berühmte Münchner Oktoberfest wieder auf der Theresienwiese. Die zahlreichen Festzelte zählen dabei zu den beliebtesten Attraktionen auf dem Festgelände. Doch wer sich einen Platz sichern möchte, sollte aufpassen, wo er die Reservierung abschließt.

Die Betrüger gehen immer professioneller vor. Laut der Verbraucherzentrale Bayern bauen Betrüger die offiziellen Webseiten der Anbietenden täuschend echt nach. Zum Teil würden sie ihre Webadresse im Vergleich zur offiziellen Seite nur minimal verändern.

Ein weiterer Trick der Betrüger sei, dass sie Online-Werbeanzeigen kaufen würden, die auf die falschen Internetseiten aufmerksam machen oder auf diese Betrugsseite führen. Solche Werbungen finden sich nicht nur auf Webseiten, sondern auch auf zahlreichen Social-Media-Plattformen.

Ein erster Hinweis auf einen möglichen Betrug ist der Preis der Reservierung. Einen Tisch auf der Wiesn zu ergattern kostet keine Tausend Euro. Der Eintritt in das Festzelt und auch der Sitzplatz an sich sind kostenlos. Allerdings müssen Wiesn-Besucherinnen und -Besucher im Voraus Gutscheine kaufen und bezahlen. Diese funktionieren dann als Wertmarken, die für das Festbier oder Essen im Festzelt eingelöst werden können.

Der Andrang auf die Wiesn-Zelte ist jedes Jahr groß.

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Der Andrang auf die Wiesn-Zelte ist jedes Jahr groß.
Foto: picture alliance/dpa (Archivbild)

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Der Andrang auf die Wiesn-Zelte ist jedes Jahr groß.
Foto: picture alliance/dpa (Archivbild)

Online-Tischreservierung: So schützen sich Wiesn-Besucher vor Betrügern

Besucherinnen und Besucher des Oktoberfests sollten deshalb besonders genau aufpassen. Die Verbraucherzentrale appelliert an die Kundinnen und Kunden, immer das offizielle Buchungsportal der Wiesn, oktoberfest-booking.com, zu nutzen.

Wer spät dran ist mit einer Reservierung, kann sich dennoch weiter Hoffnungen auf einen Platz in einem Wiesn-Festzelt machen. Besucherinnen und Besucher, die an dem reservierten Tag doch nicht kommen, stellen ihre Reservierung auf dem offiziellen Portal zum Verkauf oder bieten einen Tausch an. So bleibt bei der „Second-Hand“-Reservierung alles sicher und der Festzeltbesuch ist doch noch möglich.

Opfer von Reservierungsbetrug: Das sind die Konsequenzen

Wer auf einen Betrug im Internet hereinfällt, für den könnte es doppelt bitter werden. Ein gefälschtes Angebot berechtigt nicht zum Eintritt in das Festzelt – und garantiert somit auch keinen Platz auf der Wiesn.

Kundinnen und Kunden, die ihre Reservierung nicht auf dem offiziellen Portal des Oktoberfests gekauft oder getauscht haben können ebenfalls abgewiesen werden. Reservierungen sind nicht einfach auf andere Personen übertragbar – das gilt auch für legitime Angebote, die unter der Hand verkauft werden. Die Wiesn-Wirte können sich dann auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) berufen und die neuen, inoffiziellen Besitzer der Reservierung am Zelteingang abweisen.

Im vergangenen Jahr wurde das Oktoberfest zum Teil wegen Überfüllung geschlossen.

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Im vergangenen Jahr wurde das Oktoberfest zum Teil wegen Überfüllung geschlossen.
Foto: Karl-Josef Hildenbrand, dpa (Archivbild)

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Im vergangenen Jahr wurde das Oktoberfest zum Teil wegen Überfüllung geschlossen.
Foto: Karl-Josef Hildenbrand, dpa (Archivbild)

Keine Tische mehr frei – und jetzt?

Einige Festzelte melden, dass bereits alle verfügbaren Reservierungen vergeben sind. Gibt es also keine Möglichkeit mehr, doch noch einen Platz in einem der Oktoberfestzelte zu erhalten?

Doch, denn eine gewisse Anzahl an Plätzen wird während der gesamten Festzeit für spontane Besuchende freigehalten. So viele Plätze stehen zu diesen Uhrzeiten auf der Wiesn auch ohne Reservierung zur Verfügung:

Montag bis Freitag

Samstag, Sonntag und an Feiertagen

  • Bis 15 Uhr: 40 Prozent aller Plätze
  • Ab 15 Uhr: 25 Prozent aller Plätze

Personen mit Wohnsitz in München haben dabei noch bessere Chancen. Denn: Am Wochenende und an Feiertagen dürfen die Wirtinnen und Wirte weitere 10 Prozent für Münchnerinnen und Münchner freihalten.

Um den Bonus zu nutzen, ist ein Personalausweis mit dem entsprechenden Nachweis des Wohnsitzes notwendig. Mit viel Glück und Geduld kann es also auch während der Wiesn-Zeit mit einer Fest-Maß in einem der berühmten Bierzelte klappen – auch nach stundenlangem Anstehen.