Es gibt einen Geschlechterwechsel an der Spitze des Schützenvereins Wülfrath: Mit dem 47. Schuss brachte Marcel Raulf den Rumpf zu Fall und errang damit die Königswürde in der Saison 2026/2027. Er löst damit Marina Rebien ab und unterbricht die Erfolgsserie der weiblichen Schützen bei dem Verein, der drei Jahre lang von Frauen regiert wurde. Vor Rebien hatte nämlich Wiebke Sander zweimal in Folge das Zepter in der Hand.

Bevor Raulf den Rumpf abschoss, gab es beim traditionellen Prinzen- und Königsschießen – dem Highlight im Veranstaltungskalender der Schützen – an der vereinseigenen Anlage einen spannenden Kampf. Mit dem siebten Schuss ließ zunächst Doris Dahm den silbernen Flügel des Vogels fallen. Volker Schneider sicherte sich mit dem 22. Schuss den goldenen Flügel. Anja Springer errang mit dem 37. Schuss das Zepter, Ralf Fischer mit dem 40. Schuss den Schwanz. Mit dem 48. Schuss sicherte sich Tobias Fahl den Reichsapfel und Jacqueline Fahl mit dem 53. Schuss den Kopf.

Obwohl auch viele Frauen um die Königswürde rangen, wird für das kommende Jahr das Königshaus der Schützen nun rein männlich bleiben. Es ist das erste Herrenkönigshaus und setzt sich wie folgt zusammen: König Marcel Raulf I. mit seinem König Daniel Fahl sowie seinem Adjutanten Volker Schneider sowie den Ehrenmännern Karsten Rebien und Oktay Demir.

Auch bei der Jugend ist die Prinzenwürde in männlicher Hand: Mit dem Fall des Rumpfes sicherte sich Lukas Wanzek beim 52. Schuss die Prinzenwürde. Er war bereits 2024/2025 Schützenprinz. Als seine Adjutantin steht ihm Nora Springer zur Seite, die mit dem 32. Schuss den goldenen Flügel abschoss. Außerdem konnte sich Shourash Sheikho mit dem 26. Schuss über den Schwanz des Vogels freuen. Mia Förster erlangte mit dem 35. Schuss den silbernen Flügel, Hanna Fahl mit dem 71. Schuss den Kopf.

Die neuen Majestäten der Saison 2026/2027 werden übrigens beim Krönungsball offiziell in Amt und Würden gehoben, der traditionell im September stattfindet.