Fabio Chiarodias letzte Pflichtspiele gab es am 3. und 7. Juni. Das Setting war anders als nun im Rheydter Grenzlandstadion, es waren die ersten beiden Länderspiele, die Chiarodia (21) für Italiens A-Nationalmannschaft machte. 1:0 endete sowohl sein Debüt gegen Luxemburg als auch der zweite Einsatz gegen Griechenland, jeweils spielte der Borusse 90 Minuten.

Einen Sieg gab es auch jetzt mit der U23, ein 4:1 gegen Wattenscheid 09. Für Chiarodia war es das erste Spiel seit seinen Erlebnissen mit der „Squadra Azzura“. Aber wichtig war es auch. Denn er feierte sein Comeback nach dem Muskelfaserriss, der ihn wichtige Wochen der Saisonvorbereitung bei Borussias Profiteam kostete. Wochen, in denen der junge Pole Jan Leszczynski sich erst mal mächtig aufgestellt hat in der Hierarchie der Jung-Verteidiger.

Chiarodia ist nun wieder da und kann in den Konkurrenzkampf einsteigen. Dass die Borussen Vertrauen in ihn haben, zeigte die Vertragsverlängerung am 12. Juni. Gegen Wattenscheid spielte er 76 Minuten, bevor er das Feld verließ.

Borussias U23 führte da 3:1, durch den Doppelpack von Thilo Töpken binnen 60 Sekunden (60., 61.) und den Treffer von Josiah Uwakhonye (72.) mit 3:1. Der 0:1-Rückstand, dem die Mannschaft von Trainer Mihai Enache nachlaufen musste, war wettgemacht.

Im ersten Durchgang taten sich die Gladbacher schwer mit dem Spiel nach vorn. „Gefühlt waren das zwei Halbzeiten wie Tag und Nacht. Umso erfreulicher ist es, welche Haltung und Attitüde die Mannschaft an den Tag gelegt hat. Sie hat sich in der zweiten Halbzeit komplett dagegengestemmt und das Spiel an sich gerissen. Alles, was ich in der ersten Halbzeit als negativ aufgezählt habe, hat sich nach der Pause komplett verändert“, sagte Trainer Mihai Enache.

Dass es ein gutes Ende gab beim Chiarodia-Comeback, lag durchaus auch am gehobenen Profi-Touch, den das Gladbacher Team an diesem Tag hatte. Drei Mitglieder der Bundesliga-Mannschaft gehörten zur Startelf, aus der jungen Riege gehörte nur Mathieu Nguefack in Leipzig zum Kader von Eugen Polanski und feierte dort sein Erstliga-Debüt.

Neben Chiarodia waren Fritz Fleck und Iaia Manco Danfa dabei, der das 4:1 erzielte. Künftig gibt es neue Konkurrenz für die Herren im offensiven Mittelfeld. Vom VfB Stuttgart soll laut Sky der 19-jährige Tuncay Durna kommen. Er soll in der U23 lernen, aber mit der Perspektive Bundesliga.

Das nächste Spiel ist schon am Mittwoch (19.30 Uhr) beim SC Wiedenbrück.

Borussia: Neutgens – Berko (67. Bellahsen), Vali Fard (46. Koukkumäki), Chiarodia (76. Top-Rasmussen), Igboanugo – Lieder, Vidic (76. Zickler) – Fleck, Josi. Uwakhonye (76. Karyagdi) – Danfa, Töpken. Tore: 0:1 Nnaji (31.), 1:1 Töpken (60.), 2:1 Töpken (61.), 3:1 Uwakhonye (72.), 4:1 Danfa (88.). Zuschauer: 475.