
Der FC Viktoria Köln hat am 3. Spieltag der 3. Liga gegen Preußen Münster den zweiten Saisonsieg gefeiert.
Im Sportpark Höhenberg setzte sich die Viktoria zum Abschluss des Spieltags am Sonntagabend mit 4:1 (3:1) durch und kletterte in der Tabelle an Münster vorbei auf Platz sechs.
Niklas Castelle (6.), David Otto (12./43.) und Noah Maboulou (89.) waren die entscheidenden Spieler beim Sieg der Viktoria. Der überragende Otto war sogar an allen vier Treffern direkt beteiligt. Felix Higl (20.) gelang der zwischenzeitliche Anschlusstreffer für die Gäste.
Beide Trainer sahen nach den DFB-Pokalspielen, die jeweils knapp gegen Zweitligisten verloren gingen, keinen Grund für Veränderungen an ihren Anfangsformationen.
Otto und Castelle spielen Münster schwindelig
Die Partie begann mit einem seltenen Kunststück von Münsters Lucas Zeller, der bereits nach 30 Sekunden eine Gelbe Karte für ein taktisches Foul sah. Die Viktoria wiederum nutzte ihre erste Torgelegenheit der Partie, um in Führung zu gehen. Otto spielte einen Steilpass auf Castelle, der rechts im Strafraum auftauchte und flach links unten ins Tor traf (6.). Fast wäre Münster umgehend der Ausgleichstreffer gelungen, der Schuss von Rico Preißinger wurde aber kurz vor der Torlinie geblockt (8.).
Münster blieb am Drücker und kam durch Higl (11.) und Wesley Adeh (12.) zu weiteren Abschlüssen. Doch statt des Ausgleichstreffers für Münster fiel postwendend das 2:0 für die Viktoria. Bei einem Konter über die rechte Seite war Castelle diesmal der Vorbereiter für Otto, der zentral vor dem Tor nur noch einschieben musste (12.).
Otto nutzt Abwehr-Aussetzer
Münster wirkte kurz geschockt, schüttelte sich und fand dann die passende Antwort. Higl traf mit einem flachen Schuss von außerhalb des Strafraums zum Anschlusstreffer (20.). Gut fünf Minuten später hätte Castelle nach starker Einzelleistung beinahe den Doppelpack geschnürt, diesmal ging sein Flachschuss aber am Tor vorbei (26.).
Danach flachte die Partie merklich ab und es gab nur noch selten ernstzunehmende Torannäherungen. Als schon nichts mehr auf ein weiteres Tor hindeutete, schlug die Viktoria erneut zu. Otto wurde bei einer Halbfeldflanke von Tobias Eisenhuth im Strafraum sträflich alleingelassen und erzielte das 3:1 mit einem platzierten Kopfball (43.).
Köln verwaltet erfolgreich die Führung
Zum zweiten Durchgang kamen bei der Viktoria Verthomy Boboy für Meiko Sponsel und bei Münster Torge Paetow für den verwarnten Zeller. Auf dem Platz kontrollierte zunächst die Viktoria das Geschehen, ohne mit letzter Konsequenz auf das nächste Tor zu gehen. Und so plätscherte die Partie längere Zeit vor sich hin, ohne dass ein Team zu einem Abschluss kam.
Fast 20 Minuten nach Wiederanpfiff gab es tatsächlich wieder eine Torchance. Bei einer Hereingabe von rechts verpasste Otto nur knapp seinen dritten Treffer, weil Preußen-Keeper Morten Behrens noch rechtzeitig zur Stelle war (65.). Aus dem Nichts kam auch Münster wieder zu einer Chance, weil die Viktoria-Abwehr fahrlässig den Ball vertändelte. Higl traf allerdings das Tor nicht (69.).
Münster kann Kölner Fehler nicht nutzen
Trotzdem kam Münster noch einmal auf, auch weil sich die Viktoria einige leichtfertige Ballverluste leistete. Zunächst ging Charalambos Markridis bei einem Konter nach einem 50-Meter-Sprint die Luft aus und er schoss über das Tor (73.), dann verfehlte Montell Ndikom nach Ballgewinn am Kölner Strafraum nur knapp den rechten Pfosten (74.).
Für Diskussionen sorgte eine Entscheidung des japanischen Schiedsrichters Ryo Tanimoto, der den Kölnern nach einem Foul an Eisenhuth den Vorteil wegpfiff und damit den Treffer von Noah Maboulou nicht mehr anerkennen konnte (77.).
Vierter Scorerpunkt für Otto
In der 83. Minute konnte sich erstmals an diesem Tag auch Kölns Schlussmann Arne Schulz auszeichnen, als er einen Schlenzer von Makridis mit einer ansehnlichen Parade über die Latte lenkte. Kurz vor Schluss legte die Viktoria dafür noch das vierte Tor nach. Bei einem Konter über die linke Seite legte Otto quer auf Maboulou, der nur noch den Fuß hinhalten musste (89.). Der Torschütze verpasste in der Nachspielzeit noch knapp ein weiteres Tor.
Nächstes NRW-Duell für die Viktoria
Für Münster geht es am kommenden Samsag mit einem Heimspiel gegen den TSV Havelse weiter (14 Uhr). Viktoria Köln ist im Anschluss bei Rot-Weiss Essen zu Gast (16.30 Uhr).
Unsere Quellen:
- Drittliga-Partie zwischen Viktoria Köln und Preußen Münster am 30.08.2026
Sendung: wdr.de, „Audiostream Viktoria Köln gegen Preußen Münster“, 30.08.2026, 19.20 Uhr