Rekordnationalspieler Lothar Matthäus lobt den Zusammenhalt beim FC Bayern. Die Geschlossenheit im Verein zeige sich vor allem am Beispiel Jamal Musiala.
Lothar Matthäus lobt den Umgang beim FC Bayern im Fall Jamal Musiala. Der deutsche Nationalspieler war im Schlussspurt der Sommervorbereitung binnen weniger Tage zweimal auf dem Platz zusammengebrochen. Danach machte der 23 Jahre alte Nationalspieler eine neurologische Dysfunktion öffentlich und dass er deshalb Absencen, eine Form epileptischer Anfälle, erlebe.
„Das Allergrößte, was ich bei Bayern München erlebt habe, war der Name Jamal Musiala. Man weiß es im Verein seit sechs, sieben, acht Monaten. Aber es wissen ja nicht nur der Präsident und der Arzt. Das weiß die ganze Mannschaft. Und es ist nichts rausgekommen“, hob Matthäus in der Sendung „Sky90“ hervor: „Da sieht man den Zusammenhalt. Nicht nur auf dem Platz, sondern auch außerhalb des Platzes.“
Der TV-Experte zollte dem FC Bayern daher einen „Riesenrespekt“, dass man mit so einem Thema „so geschlossen und richtig“ umgegangen ist. „Da kann ich nur sagen: Chapeau vor dem FC Bayern.“
Matthäus traut dem FC Bayern die Champions League zu
Vorstandschef Jan-Christian Dreesen hatte unlängst erklärt, dass man beim Rekordmeister schon länger über Jamal Musialas Gesundheitszustand informiert war. „Wir sind natürlich in Absprache mit dem Neurologen, mit seinen Ärzten, die auch dafür gesprochen haben, dass er spielt, dass der Klub ihn spielen lässt“, so der Bayern-Boss.
Im Supercup gegen den BVB (2:1) sowie zum Liga-Auftakt gegen den VfB Stuttgart (5:1) stand Musiala nicht im Kader.
Abseits des Dramas um den DFB-Star nannte Matthäus den FC Bayern als den „großen Favoriten auf alle Titel, um die sie mitspielen“. Nach dem Aus im Champions-League-Halbfinale gegen PSG habe sich der deutsche Rekordmeister den Königsklassensieg in dieser Saison „irgendwie verdient“, so der Rekordnationalspieler: „Und Harry Kane ist für mich auch der große Favorit auf den Ballon d’Or.“