Was die Behörden wissen und was sie nicht wissen

Nach der Pressekonferenz der Ermittlungsbehörden ergibt sich ein deutlich schärferes Bild der Lage. Am Tatort wurden Hülsen unterschiedlicher Kaliber gefunden, die auf den Einsatz von mindestens zwei verschiedenen Waffen hindeuten. Zeugenaussagen sprechen zudem dafür, dass zwei Täter geschossen haben könnten. Gesichert ist das bislang nicht.

Fest steht dagegen, dass an zwei verschiedenen Orten geschossen wurde. Die 22-jährige Italienerin wurde in der Nähe der Bühne getötet. Zwischen den Opfern besteht nach bisherigen Erkenntnissen keine Verbindung, weshalb die Ermittler derzeit von Zufallsopfern ausgehen. Die Täter flüchteten mit Fahrzeugen.

Beim möglichen Motiv halten die Behörden drei Szenarien für gleichermaßen denkbar: einen Terroranschlag, einen Amoklauf oder eine Tat aus dem kriminellen Milieu z.B. eine persönliche Abrechnung. Keine dieser Hypothesen hat sich bislang erhärtet.

Besonders wichtig ist die neue Gefahreneinschätzung. Solange die Täter nicht identifiziert und gefasst sind, geht die Polizei weiterhin von einem Risiko aus. „Solange die Täterschaft nicht identifiziert ist, sind wir im Stadium der Gefahrenabwehr, es gibt also immer noch Risiken“, stellte Polizeikommandant Leupold klar. 130 zusätzliche Polizisten sollen deshalb den öffentlichen Raum schützen.