Elif Eralp, Spitzenkandidatinnen für Die Linke (Quelle: picture alliance/dts Nachrichtenagentur)

Stand: 30.08.2026 • 17:52 Uhr

Ein Sänger soll bei Wahlkampf-Veranstaltung der Neuköllner Linken zur Gewalt gegen Israel aufgerufen haben. Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp kritisiert den Auftritt.

Die Spitzenkandidatin der Berliner Linken Elif Eralp hat den Auftritt eines Rappers mit Gewaltaufrufen bei einer Wahlkampfveranstaltung des Neuköllner Bezirksverbandes ihrer Partei deutlich kritisiert. „Wie meine Parteivorsitzende Kerstin Wolter verurteile ich den Auftritt in Neukölln aufs Schärfste. Aufrufe zur Gewalt und zur Tötung von Menschen sind absolut inakzeptabel“, teilte Eralp mit. „Ich bin entsetzt, die Verantwortlichen hätten sofort intervenieren müssen.“ Die Veranstaltung am Samstagabend auf dem Herrfurthplatz hieß „Wütend auf den Kapitalismus“. Angekündigt waren Kandidaten der Linken für die Berliner Abgeordnetenhauswahl und die BVV-Wahlen am 20. September – sowie der Rapper Dahabflex und andere Künstler. Nach einem Bericht des „Tagesspiegels“ soll Dahabflex ein Lied gegen den Krieg Israels in Gaza mit Zeilen wie „Yalla Yalla Intifada Westbank, Palästina, Gaza“ sowie „Death to the IDF“ (Tod der israelischen Armee) gesungen haben. Viele Zuschauer tanzten und klatschten, die anwesenden Politiker reagierten demnach nicht.

Eralp: „Ich stehe klar für den Schutz von jüdischem Leben“

Eralp erklärte weiter: „Der Bezirksverband Neukölln hat den Sänger eingeladen, ich erwarte, dass dort aufgeklärt wird, wie es zu so einer Grenzüberschreitung kommen konnte und dass es Konsequenzen gibt. Ich stehe klar für den Schutz von jüdischem Leben und gegen jede Form von Antisemitismus.“ Hermann Nehls, CO-Vorsitzender der Linken Neukölln, erklärte, der Rapper sei wegen seiner Position gegen Krieg und Genozid eingeladen worden. Der betreffende Song sei allerdings nicht abgesprochen gewesen. Aufrufe zur Gewalt gegen Personen seien nicht in Ordnung.

Sendung: rbb|24, 30.08.2026, 17:17 Uhr Audio: rbb|24, 30.08.2026, Pauline Pieper

Rundfunk Berlin-Brandenburg