Newsblog zur US-Politik
Bericht: Pentagon benutzt Ex-Militärs als Influencer
Aktualisiert am 31.08.2026 – 02:16 UhrLesedauer: 17 Min.
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth. (Quelle: Evelyn Hockstein/Reuters)
Tucker Carlson fordert, Trump aus dem Amt zu entfernen. Trump benennt den Lake Ontario in Lake America um – Google zieht nach. Alle Entwicklungen im Newsblog.
USA: Planen wöchentlich neue Sanktionen gegen den Iran
Das US-Finanzministerium plant nach den Worten von Scott Bessent wöchentlich neue Sekundärsanktionen gegen den Iran. Zunächst stünden Banken im Fokus, sagt Bessent der Nachrichtenagentur Reuters. Man werde den Geldhäusern klarmachen, dass es nicht in Ordnung sei, iranisches Geld zu verwalten und das Regime zu unterstützen. Der nächste Schritt könne sein, ein Institut vollständig vom dollarbasierten Finanzsystem abzuschneiden. Bessent will diese Botschaft auch beim anstehenden Treffen der G20-Finanzminister übermitteln: Wer die wirtschaftlichen Beziehungen zum Iran nicht kappe, müsse mit Sekundärsanktionen rechnen.
Bericht: Pentagon benutzt Ex-Militärs als Influencer
Laut einem Zeitungsbericht hat das US-Verteidigungsministerium heimlich mehrere ehemalige Militärangehörige als Influencer in Sozialen Netzwerken rekrutiert. Dabei soll es sich um Veteranen mit dezidiert konservativer Agenda handeln, die sowohl die Politik Donald Trumps als auch das Agieren von Verteidigungsminister Pete Hegseth unterstützen. Das berichtet die „Washington Post“ in einer exklusiven Recherche vom Sonntag unter Berufung auf Pentagon-Quellen.
Demnach verbreiten die Influencer die Standpunkte von Hegseth und greifen diejenigen an, die die Trump-Regierung kritisch hinterfragen. Dabei seien die Veteranen nicht in einer Funktion als Militärangehörige oder Auftragnehmer des Pentagon in Erscheinung getreten, sondern als zivile Personen.
Zu den Influencern gehören laut „Washington Post“ etwa Rob Maness, ein pensionierter Oberst der Luftwaffe, und Kurt Schlichter, ein pensionierter Oberst der Armee. Von der Zeitung eingesehene Unterlagen des Pentagons zeigen, besaßen beide noch in der vergangenen Woche aktive E-Mail-Adressen der Regierung. Sie waren dem Büro von Anthony Tata, dem Staatssekretär für Personal und Einsatzbereitschaft im Verteidigungsministerium, zugeordnet. Die Adressen enden mit der Endung „.civ“, was bedeutet, dass sie als zivile Mitarbeiter geführt werden.
Trump benennt Ontariosee um – Google Maps übernimmt Namen
In den USA finden Nutzer des Online-Landkartendienstes Google Maps den kanadisch-US-amerikanischen Grenzsee „Lake Ontario“ künftig unter dem Namen „Lake America“. Grund ist die von US-Präsident Donald Trump kürzlich per Dekret veranlasste Umbenennung des Gewässers im Zuge des eskalierten Zollstreits mit dem Nachbarn Kanada. Google verwies darauf, dass sich der Schritt im offiziellen geografischen Namensregister der USA (GNIS) niederschlägt. Da Google Maps darauf basierend aktualisiert werde, bedeute dies für Nutzer in den USA, dass der Ontariosee dort künftig als „Lake America“ ausgewiesen werde. Nutzern in Kanada werde aber weiterhin der Name „Lake Ontario“ angezeigt. „Und diejenigen außerhalb der USA und Kanadas werden beide Namen sehen.“ Weder die US-Regierung noch die kanadische Regierung äußerten sich zunächst zu dem Vorgehen.
