Katharina Ruth: Früher starben Menschen im Kreise ihrer Familie. Mit dem Verlust der Bedeutung der Familie mussten neue Systeme gefunden werden, um den Rahmen für die letzte Zeit des Lebens würdig zu gestalten. So entstand die Hospiz- und Palliativbewegung. Im Sterben sollen Menschen sich nicht einsam fühlen, keine Schmerzen haben und die Symptomlast etwaiger Erkrankungen wird durch Handreichungen, die gezielt unterstützen, gelindert. Wir sind da. Wir begleiten. Wir geben Sicherheit auf dem Weg, der von jedem das erste Mal gegangen wird. Diese Unterstützung bieten wir sowohl in den Einrichtungen der Altenpflege als auch bei den Familien zu Hause oder in Krankenhäusern an. Wir haben in unserem Dienst sechs hauptamtliche Koordinatoren und Koordinatorinnen. Die Begleitung der Sterbenden ist eine Vorbehaltsaufgabe für die Ehrenamtlichen. Sie werden von uns Koordinatorinnen geschult und durch Weiterbildung und Supervision unterstützt. Sie sind wie die Samen der Pusteblume, die unsere Idee vom würdevollen und begleiteten Sterben verbreiten.