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Die Ukraine setzt Russlands Wirtschaft und Militärlogistik weiterhin unter Druck und trifft neue Ziele tief im russischen Territorium.
Moskau/Kiew – Während Wladimir Putins Ukraine-Krieg andauert, sorgen ukrainische Drohnen für ständig neue Herausforderungen für die russische Wirtschaft. Im Nordwesten Russlands ist nach einem Drohnenangriff ein Feuer in einer großen Ölraffinerie ausgebrochen. Betroffen ist die Kinef-Raffinerie im Bezirk Kirischi in der Region Leningrad. Der Gouverneur der Region, Alexander Drosdenko, bestätigte den Drohnenabsturz in der Nähe der Raffinerie und teilte mit, dass daraufhin ein Feuer ausgebrochen sei. Rettungskräfte seien im Einsatz.
Die Ukraine attackiert russische Ölraffinerien. (Archivbild) © —/AP/dpaUkraine-Krieg: Riesige Ölraffinerie in Russland im Visier von ukrainischen Drohnen
Nach Angaben Drosdenkos wurden zunächst 42 Drohnen über der Region abgeschossen. Später erhöhte der Gouverneur die Zahl auf 62. Die russische Luftverteidigung sei weiterhin im Einsatz gewesen. Angaben zum Ausmaß der Schäden oder zu möglichen Verletzten lagen zunächst nicht vor.
Die Kinef-Anlage gehört zu den größten Ölraffinerien Russlands. Das Werk steht zudem unter westlichen Sanktionen, die im Zuge des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine verhängt wurden. Die Anlage ist damit ein potenziell wichtiger Bestandteil der russischen Energieinfrastruktur.
Auch Militärflugplatz in Südrussland angegriffen
Die Angriffe beschränkten sich nach vorliegenden Berichten nicht auf die Region Leningrad. In der südrussischen Region Krasnodar Krai wurde demnach auch ein Militärflugplatz in der Stadt Jeisk zum Ziel. Augenzeugen berichteten von mehreren starken Explosionen.
Darüber hinaus wurden Drohnen über der Region Smolensk gesichtet. Der dortige Gouverneur Wassili Anochin hatte zuvor wegen der Drohnengefahr den Luftalarm ausgerufen. Ob dort tatsächlich Ziele getroffen wurden, blieb zunächst unklar. Auch aus der Region Brjansk wurden in der Nacht Explosionen gemeldet. Die örtlichen Behörden äußerten sich zunächst nicht zu möglichen Schäden.
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Die Ukraine greift regelmäßig militärisch und wirtschaftlich relevante Ziele weit innerhalb Russlands an. Ziel der Operationen ist es nach ukrainischer Darstellung, die Fähigkeit Moskaus zur Fortführung des Krieges zu schwächen. Dabei geraten zunehmend auch Anlagen der Energie- und Rüstungsindustrie ins Visier.
Erst am Vorabend war nach ukrainischen Angaben ein Lager des russischen Online-Handelskonzerns Ozon in der Region Rostow getroffen worden. In den von Russland besetzten ukrainischen Gebieten griffen ukrainische Streitkräfte zudem mehrere Einrichtungen an, die nach Angaben des ukrainischen Generalstabs zur Lagerung, Vorbereitung und zum Start von Kampfdrohnen genutzt werden. Betroffen gewesen sein sollen unter anderem Stellungen in der besetzten Stadt Donezk sowie nahe Simferopol auf der Krim. (Quellen: dpa, Kyiv Independent) (bb)