Die neue Sternbrücke über der Stresemannstraße in Hamburg-Altona

AUDIO: Erste Bahnen fahren über die neue Sternbrücke (1 Min)

Stand: 31.08.2026 05:39 Uhr

Drei neue Brücken mussten eingebaut werden, darunter die große neue Sternbrücke – deshalb fuhren zwischen Hamburg-Altona und Sternschanze wochenlang keine Fernzüge und S-Bahnen. Nun ist die Unterbrechung vorbei.

Ohne große Zeremonie fuhren am frühen Montagmorgen die ersten Züge über die vor kurzer Zeit eingehobene Sternbrücke. Als erster Zug passierte gegen 4.15 Uhr der RE70 aus Kiel die neue Sternbrücke. Wenig später folgte der Fernverkehr: Der ICE 103 von Hamburg-Altona nach Basel kam gegen 4.30 Uhr. Als erste S-Bahn fuhr die S5 Richtung Hauptbahnhof um 4.35 Uhr über die Brücke.

Sternbrücke: Täglich wieder rund 900 Züge

Im Laufe des Tages werden noch viele folgen: Die Strecke zwischen Hamburg-Altona und dem Hauptbahnhof ist ein internationaler Bahn-Korridor – nun rollen hier wieder rund 900 Züge pro Tag. Die Sternbrücke ist 3.700 Tonnen schwer, ihr Einbau gilt als technische Meisterleistung. Sie ist deutlich größer als ihre Vorgängerin – was bei Anwohnerinnen und Anwohnern nach wie kritisiert wird.

Straßen bleiben noch länger gesperrt

Die Bahn hatte die Sperrpause um zwei Wochen verlängert, weil die Oberleitungen Probleme machten. Auch jetzt wird nicht alles rechtzeitig fertig: Die Straßen unter der Sternbrücke bleiben zunächst gesperrt, die Stresemannstraße etwa ist erst ab dem 7. September wieder frei, die Max-Brauer-Allee noch später. Grund ist unter anderem, dass die Bahn am Bahndamm 10.000 Tonnen mehr Boden austauschen musste als ursprünglich geplant.

Der Rohbau einer Brücke neben einem Bahndamm

100 Jahre alte Brücke ersetzt

Die alte Sternbrücke stammte aus dem Jahr 1926. Wegen ihres Zustands und der gestiegenen Anforderungen an den modernen Bahnverkehr hatte sich die Deutsche Bahn für einen Neubau entschieden.

Der Einbau war das Ergebnis eines spektakulären Transports Ende Juli: Die neue, 108 Meter lange Brücke wurde rund 500 Meter vom Bauort bis zum Bahndamm an der Kreuzung Max-Brauer-Allee/Stresemannstraße gefahren – Zentimeter für Zentimeter, an manchen Stellen mit nur 40 Zentimetern Abstand zu den Häusern. Tausende Schaulustige verfolgten das Manöver des niederländischen Spezialteams Mammoet.

Die neue Sternbrücke über der Stresemannstraße in Hamburg-Altona

Während an der Sternbrücke noch länger gebaut wird, startet am Schlump kommende Woche eine neue Großbaustelle.

Die neue Sternbrücke ist an ihrem Ziel angekommen.

Die neue Sternbrücke ist fertig eingehoben. Und auch am Sonnabend kamen viele Schaulustige, um die neue Brücke zu sehen.

Ein Brückenteil wird mit einem Kran zwischen Häusern bewegt.

Für einige Clubs bedeutet der Abriss und Neubau der Eisenbahnbrücke Abschied und Neuanfang – eine Kneipe zeigt Durchhaltevermögen.

Ein Kran hebt ein Teil der alten Sternbrücke über die Straße

Bevor die neue rund 3.700 Tonnen schwere Brücke eingebaut werden kann, muss die alte demontiert werden. Seit Freitagmorgen laufen die Schneidbrenner.