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Sie tötete ihre drei Kinder – und mehr als 300 Menschen stehen vor dem Gericht und formen Herzen für sie.
Massachusetts – Mehr als 300 Menschen versammelten sich vor dem Plymouth County Superior Court in Massachusetts, um Lindsay Clancy ihre Unterstützung zu zeigen. Mit den Händen formten sie Herzen – ein stilles Zeichen der Solidarität für eine Frau, die am 24. Januar 2023 ihre drei Kinder Cora (5), Dawson (3) und den acht Monate alten Callan in Duxbury, Massachusetts, erwürgt haben soll. Die 36-jährige Ex-Hebamme bestreitet die Tat nicht, plädiert jedoch auf nicht schuldig. Ihre Verteidigung argumentiert, eine schwere postpartale Psychose sowie eine bipolare Störung hätten sie zu dem Schritt getrieben. Verteidiger Kevin Reddington sagte im Schlussplädoyer: „Sie hat um Hilfe gebettelt – und sie hat sie nicht bekommen.“
„Das bin nicht ich“ – Clancys Mutter sagt vor Gericht aus
Unter den Unterstützerinnen vor dem Gerichtsgebäude war auch die Chirurgin Marta Quijano, die gegenüber Reuters sagte: „Ich kann mich in vielerlei Hinsicht mit Lindsay identifizieren – das ist eine Tragödie für sie, für ihre Kinder, für die Familie, für die Gemeinschaft. Das hätte nicht passieren müssen.“ Clancys eigene Mutter sagte vor Gericht aus, ihre Tochter habe ihr erzählt: „Das bin nicht ich, so war ich noch nie.“ Der Prozess, der am 20. Juli 2026 begann, hat eine aufgeheizte gesellschaftliche Debatte ausgelöst: Versagte das Gesundheitssystem an Lindsay Clancy – oder trägt sie die volle Verantwortung? Staatsanwältin Jennifer Sprague betonte, Clancy habe „mehr als ausreichend Hilfe und Versorgung“ erhalten. Die Jury berät derzeit. Was die Unterstützerinnen vor dem Gericht sagen – macht deutlich, warum dieser Fall weit über Massachusetts hinaus bewegt.