DoS und RCE möglich
Kritischer Out-of-Bounds Write in Dell PowerStore
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Eine Out-of-Bounds-Write-Schwachstelle in Dell PowerStore SDNAS ermöglicht es unauthentizierten Angreifern, das System zum Absturz zu bringen oder Remote Code auszuführen. Betroffene sind zwölf PowerStore-Modelle, Patches sind verfügbar.
Ein unauthentifizierter Angreifer kann über die Sicherheitslücke EUVD-2026-61049 / CVE-2026-67271 Dell-PowerStore-Systeme zum Absturz bringen oder beliebigen Code ausführen.
(Bild: © Ronny – stock.adobe.com)
Dell hat die kritische Out-of-Bounds-Write-Schwachstelle EUVD-2026-61049 / CVE-2026-67271 (CVSS-Score 9.8, EPSS-Score* noch nicht verfügbar) in PowerStore SDNAS bekannt gemacht und einen Patch veröffentlicht. Die Sicherheitslücke befindet sich im SMB/CIFS-Protokoll-Handler und ermöglicht es unauthentizierten, entfernten Angreifern, das System zum Absturz zu bringen oder Remote Code auszuführen.
PowerStore ist Dells Enterprise-Speichersystem für Datenverwaltung und Backup. Software Defined Network Attached Storage (SDNAS) ist ein softwarebasiertes Speichernetzwerk-Modul, das als Dateispeicher fungiert und SMB/CIFS-Protokolle (Server Message Block/Common Internet File System) für die Netzwerkkommunikation nutzt.
In diesem Protokoll sitzt der Softwarefehler, der es Cyberkriminelle ermöglicht, speziell präparierte SMB-Pakete an das System zu senden und damit einen Puffer-Überlauf auszulösen. Dies ermöglicht zwei Angriffsszenarien:
- Denial of Service: Der Angreifer sendet ein manipuliertes SMB-Paket, das einen Crash des Systems verursacht. Falls automatische Neustarts aktiviert sind, wird dieser Zustand persistent, das System startet immer wieder neu und ist damit nicht verfügbar.
- Remote Code Execution: Ein versierter Angreifer kann die Sicherheitslücke nutzen, um beliebigen Code auf dem PowerStore-System auszuführen und dieses möglicherweise vollständig zu kompromittieren.
Betroffen sind zwölf PowerStore-Modelle in verschiedenen Größenkategorien: PowerStore 500T, 1000T, 1200T, 3000T, 3200Q, 3200T, 5000T, 5200Q, 5200T, 7000T, 9000T und 9200T. Alle Versionen vor 5.0.0.2-2761110 sind anfällig. Die Versionen 5.0.0.2-2761110 oder später enthalten den Patch für EUVD-2026-61049 / CVE-2026-67271.
Kunden mit betroffenen PowerStore-Systemen sollten unverzüglich das Sicherheitsupdate einspielen. Bis ein Update eingespielt werden kann, sollten Administratoren den Zugriff auf SMB/CIFS-Services auf vertrauenswürdige Netzwerke beschränken. Eine Überprüfung der Audit-Logs auf verdächtige SMB-Anfragen ist ebenfalls sinnvoll, um mögliche Exploit-Versuche zu identifizieren.
* Hinweis zum EPSS-Score: Das Exploit Prediction Scoring System zeigt die Wahrscheinlichkeit in Prozent an, mit der eine Schwachstelle innerhalb der nächsten 30 Tage ausgenutzt wird. Der entsprechende Score kann sich im Laufe der Zeit verändern. Sofern nicht anders angegeben, beziehen wir uns auf den Stand des EPSS-Scores zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Artikels.
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