Matthias Krupa

Der Aufstieg der Rechtsnationalisten ist schwer zu bremsen, das gilt für die AfD wie für Le Pen. Trotzdem ist es nicht zwangsläufig, dass sie eines Tages regieren.

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Der Blick nach Frankreich nimmt der deutschen AfD-Debatte jede Unschuld. Der Autor beschreibt chronologisch, wie die nationalistische Rechte in vielen Nachbarländern früher erstarkte, in Frankreich seit den 2000er-Jahren, und wie der Rassemblement National seine Wählerschaft von Arbeitern auf weitere Gruppen ausdehnte, ähnlich wie heute die AfD. Danach zeigt er, dass weder Massenproteste noch Bündnisse anderer Parteien noch ein Rechtsruck konservativer Kräfte den Aufstieg des RN dauerhaft stoppten und dass es kein einfaches Mittel gegen die extreme Rechte gibt. Zugleich verweist er darauf, dass Marine Le Pen trotz hoher Umfragewerte und starker Parlamentsfraktion bisher nie die Macht errang, weil viele Wähler im entscheidenden Moment vor einer Regierung des RN zurückschrecken und dessen inhaltliche Lücken sehen. Daraus zieht der Text den Schluss, dass die populistische Rechte zwar bleibt und ernst genommen werden muss, ihr Regierungsantritt aber auch in Deutschland nicht zwangsläufig ist.

Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen.

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Rechtsnationalismus: Marine Le Pen und ihr Rassemblement National (RN) sind stark wie nie zuvor – aber bislang gelang es ihnen nicht, an die Macht zu kommen.

Marine Le Pen und ihr Rassemblement National (RN) sind stark wie nie zuvor – aber bislang gelang es ihnen nicht, an die Macht zu kommen.
© Telmo Pinto/​NurPhoto/​Getty Images

Manchmal habe ich den Eindruck, als seien noch immer viele Menschen in Deutschland erstaunt über den Aufstieg der AfD. Darüber, dass die extreme Rechte in den Umfragen zur stärksten politischen Kraft geworden ist, in Sachsen-Anhalt vielleicht sogar bald regiert. Ich lebe seit einer Weile in Frankreich, und wenn ich nun nach Deutschland schaue, wenn ich die Diskussionen dort verfolge oder mit deutschen Freunden spreche – dann bin ich meinerseits überrascht.

Haben wir nicht hingeschaut, was in unseren Nachbarländern passiert? Oder dachten wir wirklich, wir seien immun und die finsteren Kräfte, die den Populismus, Nationalismus und Extremismus treiben, würden ausgerechnet um Deutschland einen Bogen schlagen?