Wer Strategien nur verordnet, verliert seine Belegschaft. Zukunftsfähigkeit entsteht dort, wo Analysen verständlich vermittelt werden und aus Betroffenen Beteiligte werden. Die Wissenschaftler*innen des Wuppertal Instituts betrachten Unternehmen deshalb nicht isoliert von Außen. Sie begleiten Unternehmen dabei, Ergebnisse und Strategien so im Betrieb zu kommunizieren, dass Motivation und Akzeptanz bei den Mitarbeitenden wachsen.

Ebenso wichtig ist der Blick nach außen: Wenn Nutzer*innen, Haushalte und Partner*innen frühzeitig an Veränderungen mitwirken, steigt nicht nur das Vertrauen in das unternehmerische Handeln. Sie erhalten auch direkte Einblicke in die Marktanforderungen der Zukunft und entwickeln passgenaue Lösungen – etwa als Produkt-Dienstleistungs-Systeme – mit echtem Mehrwert.

Die Forschungsleistungen in diesem Themenfeld umfassen die Entwicklung und Umsetzung von stakeholderspezifischen, innovativen Kommunikationsformaten (intern/extern), die Entwicklung und Begleitung von Lernräumen im Unternehmen, die wissenschaftliche Begleitung von unternehmensinternen Bildungs- und Kompetenzaufbauprozessen sowie die Unterstützung des Change Managements inklusive begleitender Kommunikation.

Ein Beispiel der hier genannten Leistungen ist die langjährige Zusammenarbeit zwischen dem Wuppertal Institut und der Autostadt in Wolfsburg. Im Rahmen der Zusammenarbeit wurde die Ausstellung LEVEL GREEN konzipiert und im Jahr 2007 eröffnet; seither wird sie kontinuierlich weiterentwickelt. Im Rahmen dessen werden wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Nachhaltigkeitsforschung für eine breite Zielgruppe – wie Familien, Geschäftspartner*innen, Autoabholer und viele mehr – erlebbar gemacht, die Anregungen für einen nachhaltigen Lebensstil schaffen können. Darüber hinaus ermöglicht die Ausstellung Einblicke in die Umsetzung von Nachhaltigkeit im unternehmerischen Kontext bei der Autostadt und Volkswagen.

Zudem fanden in diesem Kontext weitere wissenschaftliche Studien und Interventionen statt, wie etwa ein Experiment zur Zahlungsbereitschaft von nachhaltig produzierten Lebensmitteln namens „Pay What You Want“ oder die wissenschaftliche Begleitung der Kampagne GUT ESSEN.