Der Nutzfahrzeug-Reifenservice ist geprägt von Zeitdruck und dem allgegenwärtigen Fachkräftemangel. Radwechsel und die RDKS-Wartung, speziell bei komplexen Trailer-Gespannen, stellen Werkstätten vor Herausforderungen. Das wissen auch die Experten von TireCheck und haben eine neue Generation von RDKS-Komponenten entwickelt mit dem Ziel, die Reifen und Sensoren so zu digitalisieren, dass sich das System nach der Montage im Alltag selbstständig konfiguriert.
Auf der IAA Transportation 2026 präsentiert das Unternehmen ein Ökosystem, das Automatisierung in den Reifenservice bringen soll. Kernstück ist die CAN-Bridge der zweiten Generation. Sie soll Sensoren identifizieren und automatisch erkennen, wodurch das manuelle Anlernen entfällt. Für die Datenübertragung im Fahrzeug ist ein 4G-Gateway vorgesehen.
Der Original Strap Sensor der dritten Generation, eine Unternehmensangaben zufolge bewährte Sensor-Gurtlösung für das Felgenbett, soll durch eine deutlich höhere Signalstärke und automatische Raderkennung für eine sehr stabile Datenübertragung auch bei langen Aufliegern sorgen.
Der Tire Mounted Sensor wird direkt im Reifen verbaut und fungiert als Bluetooth-basiertes Reifeninformationssystem, das Druck und Temperatur direkt an der Quelle misst.
Für Werkstätten ist der Pocket Trigger vorgesehen. Das Handgerät dient der schnellen Sensorprüfung, um Yard-Checks und Aufenthalte in der Werkstatt zu verkürzen.
TireCheck ist auf der IAA Transportation 2026 in Halle 27, Stand A29 zu finden. Als AZUR-Partner stellt TireCheck außerdem ein Konzept vor, das Transparenz in die Runderneuerung bringen soll. Es handelt sich um den Tire Mounted Sensor (BLE). Dieser Sensor wird künftig direkt auf dem Innerliner im Reifen verbaut. Er zeichnet Reifendruck, Temperaturentwicklung und mechanische Belastungen lückenlos über das erste Reifenleben auf und fungiert als digitales Gedächtnis.
Für den Service vor Ort kann der Karkassenhändler künftig die TireCheck-App für einen Instant-Check nutzen. Die Sensordaten werden nach Angaben des Unternehmens sekundenschnell und kontaktlos per Smartphone ausgelesen. Eine intelligente Software-Logik analysiert das historische Belastungsprofil sofort und errechnet eine objektive Kaufempfehlung. Der Vorteil liegt darin, dass Schrott-Karkassen so erkannt werden, bevor sie überhaupt verladen werden. (akl)