Von der Sturzflut im Grand-Canyon-Nationalpark im Bundesstaat Arizona in den USA wurden zwei bei Touristen besonders beliebte Ziele erfasst: die Phantom Ranch und der Bright Angel Canyon. Beide liegen tief im Inneren des Grand Canyon unweit des Colorado River. Die Flut, die am Samstag über das Gebiet hereingebrochen war, beschädigte Campingplätze und Wanderwege im Nationalpark. So seien fast alle Fußgängerbrücken über den Bach Bright Angel zerstört worden, teilte der National Park Service (NPS) mit.
Parkleitung warnt vor neuer Gefahr
Fotos und Videos zeigen, dass das Gebiet rund um die Phantom Ranch verwüstet und mit Schlamm bedeckt wurde. Am Colorado River, unweit von Crystal Rapids, wurde die Leiche eines 46-Jährigen geborgen. 62 Menschen konnten von der Phantom Ranch und dem unteren North Kaibab Trail gerettet werden.
Der Grand Canyon zieht sich im US-Bundesstaat Arizona über 450 Kilometer hinwegBild: Craig Sanderson/dpa/picture alliance
Nach wie vor werden aber 15 Wanderer vermisst. Die Leitung des National-Parks warnte, dass mit Gewittern und Starkregen am Montag zu rechnen sei. Das könne erneut zu Sturzfluten führen und die Suche nach den Vermissten erschweren.
Teil des Weltnaturerbes der USA
Jährlich besuchen mehrere Millionen Menschen den Grand-Canyon-Nationalpark im Norden des US-Bundesstaates Arizona. Das Gebiet steht seit 1919 als Nationalpark unter Schutz. Seit 1979 ist der Grand Canyon als UNESCO-Weltnaturerbe ausgewiesen. Die Schlucht ist rund 450 Kilometer lang und wurde über Millionen Jahre hinweg durch den Colorado River ins Gestein gegraben.
haz/fab (dpa, afp, ap)