Dietmar Hirsch hatte nach dem 3:0 gegen die Würzburger Kickers wenig Anlass zur Kritik. Der Trainer des MSV Duisburg sah einen über weite Strecken überzeugenden Auftritt seiner Mannschaft und durfte sich über den dritten Sieg im dritten Spiel freuen. „Alles in allem eine tolle Leistung. Verdientes 3:0. Zu null ist auch wichtig. Da gibt es nichts zu meckern heute“, fasste Hirsch die Partie zusammen.

Besonders mit der ersten Halbzeit war der MSV-Coach zufrieden. Bis zur 2:0-Führung durch den Doppelpack von Lex-Tyger Lobinger habe seine Mannschaft genau das umgesetzt, was sie sich vorgenommen hatte. Duisburg hatte viel Ballbesitz, bewegte den Gegner und fand die zuvor ausgemachten Räume. „Die Tore sind so gefallen. Über Außen, super Stürmertore auf den ersten Pfosten“, lobte Hirsch sowohl die Vorbereitung als auch seinen Torjäger.

Nach der Pause musste der MSV zunächst etwas umdenken, fand aber die passende Antwort auf die taktische Umstellung der Würzburger Gäste. Nach Vorarbeit von Joker Simon Symalla sorgte Christian Viet für das 3:0 und damit endgültig für die Entscheidung.

Hirsch: „Mehr geht nicht“

Mit neun Zählern aus drei Spielen legen die Duisburger wie in der Vorsaison einen absoluten Traumstart hin. Der Chefcoach will die Serie allerdings nicht isoliert betrachten. „Der Start ist perfekt“, sagte der Coach. Besonders die Mentalität seiner Schützlinge gefällt ihm: Gegen Verl hatte der MSV einen 0:2-Rückstand gedreht, gegen Würzburg habe die Mannschaft von Beginn an „Hunger, Willen und Gier“ gezeigt.

„Wir können aus drei Spielen nicht mehr als neun Punkte holen“, stellte Hirsch zufrieden fest. „Mehr geht nicht.“ Dabei sei für ihn nicht nur die Ausbeute entscheidend. Vielmehr habe die Mannschaft von Beginn an auch gegen den Ball eine überzeugende Vorstellung abgeliefert.

Auch eine Szene aus der ersten Halbzeit beschäftigte den Trainer. Patrick Sussek hatte nach einem tiefen Zuspiel frei vor dem Würzburger Tor getroffen, der Treffer wurde wegen Abseits zurückgenommen. Hirsch sah die Entscheidung anders. „Halben Meter kein Abseits“, sagte er. Wäre das 3:0 bereits vor der Pause gefallen, hätte die Partie aus seiner Sicht wohl schon früher eine klare Richtung genommen.

Für die Zebras geht der Blick nun nach vorn. Am kommenden Wochenende wartet auswärts der SSV Jahn Regensburg (5. September), anschließend steht das Straßenbahnderby bei Fortuna Düsseldorf (12. September) an. Der perfekte Saisonstart soll dabei die Grundlage für die nächsten Aufgaben liefern.