
AUDIO: Neue Ausstellungen in Halle, Dresden und Weimar (4 Min)
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Stand: 31.08.2026 13:47 Uhr
In Sachsens Museen gibt es viel zu entdecken. Das MdbK in Leipzig zeigt moderne Kunst, das Zeitgeschichtliche Forum eine Ausstellung über DDR-Plattenbau, in Dresden sind Arbeiten von Otto Altenkirch zu sehen, das Militärhistorische Museum widmet sich „Wunderwaffen“ und die Robotron-Kantine zeigt Fotografien aus alten und neuen Werkserien. In Kamenz können Werke des Malers Stephan Popella erkundet werden. Und in Chemnitz geht es um Essen und Geschlechterrollen. Hier finden Sie ausgewählte Sonderausstellungen in Sachsen, die Sie nicht verpassen sollten.
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Chemnitz
„Mahlzeit!“: Ausstellung über Essen und Geschlechterrollen| bis 1. November 2026
Das Museum Gunzenhausen in Chemnitz widmet sich im zweiten Teil seiner „Mahlzeit!“-Reihe dem Thema Gender und Essen. Unter dem Titel „Serving Gender“ werden Geschlechterrollen in Bezug auf Essen aus feministischer Perspektive hinterfragt. Die Schau ist wie ein Sechs-Gänge-Menü aufgebaut – die einzelnen Gänge beleuchten verschiedene Aspekte an der Schnittstelle von Essen und der sozialen Rolle der Frau. Präsentiert werden Kunstwerke verschiedenster Epochen: Vom 17. Jahrhundert über bedeutende feministische Positionen der 1970er-Jahre bis hin zu zeitgenössischen Werken.

Auch zeitgenössische Arbeiten wie „Mutterliebe“ von Sophia Süßmilch sind in der Ausstellung in Chemnitz zu sehen.

„Serving Gender“
Wolfgang Schilling über die Schau „Mahlzeit! Serving Gender“, die auch die Geschlechterklischees rund ums Kochen beleuchtet.
„Mahlzeit“ – Serving Gender“
4. Juli 2026 bis 1. November 2026
Museum Gunzenhausen
Stollberger Str. 2
09119 Chemnitz
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen, 11 bis 18 Uhr
Eintritt:
10 Euro, ermäßigt 6,50 Euro
„Eine unvollendete Geschichte“ – ein Restitutionsfall | bis 4. Oktober 2026
Es ist ein Thema, über das seit einigen Jahren in Museen sehr intensiv diskutiert wird: Provenienz und Restitution. Denn nachzuvollziehen, wo Kunstwerke und andere Kunstwerke herkommen und durch welche Hände sie gegangen sind, ist eine Kunst für sich. Nicht zuletzt geht es dabei auch um die Frage, ob es dabei immer fair zuging oder ob nicht etwa das Nazi-Regime jüdische Menschen bestohlen hat. In solchen Fällen stellt sich dann die Frage, wie das heute wieder gutgemacht werden kann. In den Kunstsammlungen Chemnitz ist nun so ein Fall aufgetaucht: Das Porträt des Sammlers David Leder von Gustav Schaffer ist auch nach langer Recherche nicht um jeden Zweifel erhaben. David Leder wurde ins KZ Sachsenhausen verschleppt, bevor er aus Deutschland fliehen konnte. Ein Großteil seiner Sammlung ging verloren.

In der Ausstellung der Chemnitzer Kunstsammlungen sind auch Arbeiten von Rahel Szalit zu sehen.
In der neuen Ausstellung „Eine unvollendete Geschichte“ steht sein Porträt im Zentrum und ist umgeben von zahlreichen Dokumenten über das Gemälde. Doch ob das Bild 1933 wirklich verschenkt wurde, lässt sich kaum noch nachvollziehen. Neben diesem Fall werden verschiedene Kunstwerke ausgestellt, die aus jüdischen Sammlungen stammen: von Max Liebermann, Rahel Szalit, Oskar Kokoschka und Otto Theodor Wolfgang Stein.

„Eine unvollendete Geschichte“
Im Rahmen des Jahrs der jüdichen Kultur in Sachsen zeigen die Kunstsammlungen Chemnitz eine Ausstellung zum Thema Provenienzforschung. Im Fokus steht das Porträt eines jüdischen Sammlers und die Frage, wem es gehört.
„Eine unvollendete Geschichte – Die Kunstsammlung von Lola und David Leder in Chemnitz„
vom 29. Mai bis 4. Oktober 2026
Kunstsammlungen Chemnitz
Theaterplatz 1
09111 Chemnitz
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag, von 11 bis 18 Uhr
Montags geschlossen
Eintritt:
10 Euro, ermäßigt: 6,50 Euro
Ausgewählte Termine:
Kuratorenführung am 29. August 2026, 16:00 Uhr
Dresden
„Was tun wir. Bilder in Zeiten zerfallender Gewissheiten“ I bis 8. November 2026
Was kann Fotografie, wenn Gewissheiten ins Wanken geraten? Die Ausstellung „Was tun wir“ versammelt in der Dresdner robotron-Kantine neue Werkserien und historische Arbeiten von 25 Fotografinnen und Fotografen des Kollektivs OSTKREUZ. Ihre Bilder erzählen von Krieg und Frieden, Umbruch und Aufbruch, Verlust, Solidarität und der Suche nach Heimat. Zugleich richten sie den Blick auf die Bedingungen, unter denen Fotografie heute entsteht: zwischen digitaler Bilderflut, veränderten Medienlandschaften und politischen wie ökologischen Krisen. Die Ausstellung fragt nach Verantwortung, Haltung und dem Potenzial des fotografischen Bildes: Wie lässt sich Gegenwart beobachten, ohne ihre Widersprüche zu glätten? Und wie können Bilder dort Orientierung schaffen, wo vertraute Koordinaten verschwimmen?

Die aktuelle Ausstellung in der robotron-Kantine in Dresden zeigt Fotografien des Kollektivs OSTKREUZ.
„Was tun wir. Bilder in Zeiten zerfallender Gewissheiten“
29. August bis 8. November 2026
Robotron-Kantine
Zinzendorfstraße 5
01069 Dresden
Öffnungszeiten:

„Otto Altenkirch: Landschaft – Alla Prima“ I bis 27. September 2026
Geprägt von seiner Ausbildung bei Eugen Bracht und den Jahren zwischen Berlin und Dresden, entwickelte Altenkirch früh eine eigene Handschrift in der Landschaftsmalerei. Ab 1910 sicherte ihm seine Tätigkeit als Hoftheatermaler die Grundlage für ein erstaunlich produktives Schaffen: Über 2.300 Gemälde entstanden, meist direkt vor der Natur rund um Ziesar, den Dresdner Heller und Siebenlehn.

Otto Altenkirchs enormer Schaffenskraft widmet die Städtische Galerie Dresden 2026 eine Ausstellung.
Mit sicherem Gespür für Licht, Wetter und Stimmung hielt Altenkirch flüchtige Eindrücke fest und setzte sie mit lebendigem Farbauftrag um. Zeitgenossen nannten ihn nicht ohne Grund den „sächsischen Liebermann“. Die Ausstellung in der Städtischen Galerie Dresden lädt dazu ein, sein Werk neu zu entdecken und die Landschaften kennenzulernen, die ihn inspirierten.
„Otto Altenkirch: Landschaft – Alla Prima“
28. März bis 27. September 2026
Städtische Galerie Dresden
Wilsdruffer Straße 2
01067 Dresden
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag, Feiertage: 10 bis 18 Uhr
24., 25., 31. Dezember: geschlossen
1. Januar: 14 bis 18 Uhr
Eintritt:
8 Euro, ermäßigt 6 Euro, Freitag ab 12 Uhr freier Eintritt

„Otto Altenkirch: Landschaft – Alla Prima“
Maler Otto Altenkirch lebte in Dresden und ist heute nur wenigen bekannt. Altenkirch wurde mit französischen Impressionisten verglichen. Daran knüpft die Städtische Galerie Dresden an und widmet ihm eine Ausstellung.
„Wunderwaffen“ I bis 9. März 2027
Kriegstechnik dient nicht nur dem Kampf, sondern auch der Propaganda, das zeigt die Ausstellung im Militärhistorischen Museum. Im 20. Jahrhundert inszenierten die Nazis Tiger-Panzer, „Stuka“, insbesondere ihre V 1 und V 2, Vorläufer heutiger Marschflugkörper bzw. ballistischer Raketen, als sogenannte Vergeltungs- bzw. Wunderwaffen. Namen, die bis heute bekannt sind. Gerade auch in Großbritannien und Belgien, wo die „fliegenden Bomben“ tausende Todesopfer forderten.

Das Militärhistorische Museum in Dresden beleuchtet, wie Kriegstechnik und Propaganda zusammenspielen.
Die Ausstellung beleuchtet die Manipulation der öffentlichen Wahrnehmung damals, das Fortleben in Verschwörungstheorien, Technikmythen und Popkultur heute. Zumal die Propaganda um Waffen im Angesicht des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine aus Sicht der Kuratoren auch in der Gegenwart weiter ungebrochene Bedeutung besitzt.

„Wunderwaffen“
Im Militärhistorischen Museum in Dresden ist ab Freitag die Sonderausstellung „Wunderwaffen“ zu sehen. Sie widmet sich Kriegstechnik und der damit verbundenen Propaganda zur Zeit des Nationalsozialismus.
„Wunderwaffen – Propaganda und Kriegstechnik im Nationalsozialismus“
bis 9. März 2027
Militärhistorisches Museum der Bundeswehr
Olbrichtplatz 2
01099 Dresden
Öffnungszeiten:
Montag: 10 bis 21 Uhr
Dienstag, Donnerstag, Freitag, Samstag, Sonntag: 10 bis18 Uhr
Mittwoch geschlossen
Eintritt: frei
Ausstellung über mentale Gesundheit im Hygiene-Museum I bis 4. April 2027
Das Dresdner Hygiene-Museum widmet sich in der Ausstellung „Wie geht’s?“ dem komplexen Thema mentale Gesundheit. Dabei stehen psychische Erkrankungen ebenso im Fokus wie die vielfältigen Herausforderungen im Alltag.
Die Schau verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse zu mentaler Gesundheit mit persönlichen Geschichten von Menschen, die über ihren persönlichen Umgang mit psychischen Herausforderungen sprechen. Die Besucherinnen und Besucher können sich an interaktiven und künstlerischen Stationen selbt einbringen.

„Wie geht’s?“
Die neue Sonderschau im Hygiene-Museum Dresden setzt sich mit dem Thema mentale Gesundheit auseinander – und nimmt damit die Frage „Wie geht’s?“ wirklich ernst. Grit Krause war vor Ort.
„Wie geht’s?“
Ausstellung über mentale Gesundheit
7. März 2026 bis 4. April 2027
Deutsches Hygiene-Museum
Lingnerplatz 1, 01069 Dresden
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr
montags geschlossen (geöffnet Ostermontag & Pfingstmontag)
Eintritt:
Regulär 12 Euro, ermäßig 9 Euro
Mit Glanz und Gloria: Sachsen-Trilogie und Filmgeschichte I bis 25. Oktober 2026
Als die DEFA 1983 den Mehrteiler über Aufstieg und Fall des sächischen Königshauses drehte, war das Dresdner Residenzschloss noch eine Ruine. Schwer, da barocken Zauber einzufangen. Regisseur Hans-Joachim Kasprzik scheute mit seinem Riesenstab weder Kosten noch Mühen. Dietrich Körner und Rolf Hoppe spielten die Sachsenkönige, bis in die Nebenrollen war das Epos hochkarätig besetzt. Es war die teuerste DEFA-Produktion aller Zeiten, ein Exportschlager – und eine Filmlegende. Zum 40. Jubiläum der Erstausstrahlung zeigt das Kraszewski-Museum Dresden jetzt eine Ausstellung, die sich der Verfilmung und der literarischen Vorlage von Józef Ignacy Kraszewski (1812-1887) widmet.

Dietrich Körner spielt König August II. von Sachsen (l.), Marzena Trybala war in „Sachsens Glanz und Preußens Gloria“ Anna Constantina von Hoym, die spätere Gräfin Cosel.
Die Schau soll vor Augen führen, wie unterschiedlich der Blick auf Geschichte ausfallen kann, in den Fokus nimmt sie auch die Zeit des Barock selbst, mit dem höfischen Leben samt seiner Festkultur, der Jagd, aber auch Ereignissen wie der Erfindung des Porzellans. Das TV-Epos beruht auf Kraszewskis sogenannter „Sachsen-Triologie“ – „Gräfin Kosel“, „Brühl“ und „Aus dem Siebenjährigen Krieg“. Das Museum wurde 1960 im ehemaligen Wohnhaus des polnischen Schriftstellers eingerichtet und dient dem kulturellen Austausch.

„Mit Glanz und Gloria“
Die Serie „Sachsens Glanz und Preußens Gloria“ lief vor 40 Jahren im DDR-Fernsehen. Zum Jubiläum zeigt das Kraszewski-Museum Dresden eine Ausstellung zum Film und dessen Romanvorlage. Ein Gespräch mit der Kuratorin.
„Mit Glanz und Gloria“
Von J. I. Kraszewskis Sachsen-Trilogie zur Film-Geschichte
10. Dezember 2025 bis 25. Oktober 2026
Kraszewski-Museum Dresden
Nordstraße 28
01099 Dresden
Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Sonntag und Feiertage: 12 bis 17 Uhr
Eintritt:
4 Euro, ermäßigt 3 Euro, Familienkarte 9 Euro
Freitags ab 13 Uhr ist der Eintritt für alle Besucher frei (außer an Feiertagen).
Kamenz
Stephan Popella: Blick hinter die „heile“ Welt | 20. September 2026
Mit „Ende–Neu. Bilder einer ‚heilen Welt'“ zeigt das Museum der Westlausitz in Kamenz eine eindrucksvolle Werkschau des aus Bautzen stammenden Malers Stephan Popella. In rund 50 Gemälden verbindet er altmeisterliche Präzision mit zeitgenössischen Motiven und entlarvt vermeintliche Idylle als fragile Konstruktion. Popellas fast fotorealistische Bilder zitieren Filmstills, historische Figuren und archetypische Rollenbilder, die er mit Ironie und feinen Brüchen auflädt. Thematische Kapitel wie „Arcadia“ oder „Kinderspiel“ laden dazu ein, die vielschichtigen Erzählungen selbst zu entschlüsseln.

„Ende – Neu“
Das Museum der Westlausitz zeigt Arbeiten des aus Bautzen stammenden Malers Stephan Popella. Präsentiert werden rund 50 Gemälde, die die Fragilität unserer modernen Gegenwart beleuchten. Michael Ernst berichtet.
„Ende–Neu. Bilder einer ‚heilen Welt'“
10. Mai bis 20. September 2026
Museum der Westlausitz – Elementarium
Pulsnitzer Straße 16
01917 Kamenz
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen, 10 bis 18 Uhr
montags geschlossen
Eintritt:
5 Euro, ermäßigt 2,50 Euro
Leipzig
Ausstellung zeigt Gewinner des BMW Photo Awards | bis 13. September 2026
Die Ausstellung im MdbK Leipzig präsentiert Arbeiten der Gewinner des BMW Photo Awards 2026. Zu sehen sind Fotografien von Viktoria Binschtok, Harald Kirschner und Jay Ritchie. Kurator Philipp Freytag erklärte, die Arbeiten der Preisträger zeigten ein enormes künstlerisches Spektrum.

Eine Arbeit der Künstlerin Viktoria Binschtok.
Kirschner sei in den 40er-Jahren geboren, Binschtok in den 70er-Jahren und Ritchie Anfang der 90er-Jahre. „Und so wie sie verschiedenen Generationen entstammen, verfolgen sie auch ganz unterschiedliche fotografische Ansätze“, so der Kurator. Die gezeigten Werke reichen von digitaler Fotografie über Porträts zu Identität und Geschlecht bis zu dokumentarischen Bildern des Leipziger Stadtteils Grünau.

BMW Photo Award
Der BMW Photo Award 2026 geht an Viktoria Binschtok, Harald Kirschner und Jay Ritchie. Das MdbK Leipzig zeigt Arbeiten der Gewinner in einer Ausstellung. Tino Dallmann hat mit dem Kurator Philipp Freytag gesprochen.
BMW Photo Award
Viktoria Binschtok / Harald Kirschner / Jay Ritchie
11. Juni bis 13. September 2026
Museum der bildenden Künste Leipzig
Katharinenstraße 10
04109 Leipzig
Öffnungszeiten:
Dienstag, Donnerstag bis Sonntag: 10 bis 18 Uhr
Mittwoch: 12 bis 20 Uhr
Eintritt:
12 Euro, 6 Euro ermäßigt
Emotionale Foto-Ausstellung im Stadtgeschichtlichen Museum | bis 4. April 2027
Abraham Mittelmann kam um 1900 nach Leipzig. Er stammte aus einer Stadt im heutigen Belarus. Um seine Familie zu ernähren, gründete er ein Fotostudio. Ab 1909 sind die meisten seiner heute noch erhaltenen Bilder entstanden, beziehungsweise deren Negative – wertvolle, lichtempfindliche Glasplatten.

Selbstporträt von Abram Mittelmann und Alma Goliner als Liebespaar, vermutlich 1933/1938
Seine Bilder zeigen Menschen als Künstler, beim Lesen einer Zeitung, mit verschmitztem oder konzentriertem Blick, mit verstohlenem Lächeln oder auch gezeichnet vom harten Leben. Wer damals ein Porträtfoto wünschte, ob Künstler, Arbeiter, Hochzeitspaare, ließ es im Fotoatelier Mittelmann in Leipzigs Süden fertigen.
Über fünf Jahrzehnte verstaubte das Foto-Archiv Mittelmanns auf einem Leipziger Dachboden. 1939 war der Fotograf vor den Nazis geflohen. Erst in den 1980er-Jahren erinnerte man sich an ihn und seine Fotos, erkannte deren dokumentarischen Wert. Heute lassen sich dank einer digitalen Datenbank auch viele der Geschichten und Namen hinter den Porträts rekonstruieren. Das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig zeigt dies in einer Ausstellung zum jüdischen Themenjahr „Tacheles“.

„Momentaufnahme“
Das Stadtgeschichtliche Museum zeigt Fotos aus der Sammlung Mittelmann und erzählt die Geschichten dahinter. Zu sehen sind vor allem die jüdischen Leipziger Mitbürger, die nach Flucht oder Ermordung vergessen wurden.
„Momentaufnahme. Das Fotoarchiv Mittelmann“
03.06.2026 – 04.04.2027
Stadtgeschichtliches Museum Leipzig
Haus Böttchergäßchen
Böttchergäßchen 3
04109 Leipzig
Öffnungszeiten:
Dienstag–Sonntag, Feiertage 10–18 Uhr
Eintritt:
Erwachsene: 8 €, ermäßigt: 4 €, Abendkarte (1h vor Schließung): 4 €
Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18 Lebensjahr frei
An jedem 1. Mittwoch im Monat 3 €.
„Bilderkosmos #3“: MdbK zeigt Schätze aus dem Depot | bis 25. April 2027
Das Museum der bildenden Künste Leipzig (MdbK) zeigt unter dem Titel „Bilderkosmos“ Highlights aus der eigenen Sammlung, darunter lange nicht gezeigte oder erstmals präsentierte Werke. Der Fokus der Schau liegt auf Kunst der DDR. In einem chronologisch aufgebauten Rundgang können die Besucherinnen und Besucher Arbeiten des Malers Max Beckmann, Werke der Leipziger Schule und auch zeitgenössische Positionen betrachten.

Neben Kunst der DDR sind in der Ausstellung in Leipzig auch zeitgenössische Werke zu sehen – so etwa Norbert Biskys „Treibjagd“ (2005).
Auch Werke von Künstlerinnen der DDR sind Teil der Ausstellung. Zu sehen sind etwa Arbeiten von Monika Geilsdorf, ein Werk der früh verstorbenen Malerin Petra Flemming, sowie mehrere Frauenbilder von Doris Ziegler. Auch Gudrun Brüne und die Ostberliner Malerin Cornelia Schleime, die 1984 ausgebürgert wurde, sind in der Schau vertreten.

„Bilderkosmos“
Das MdbK präsentiert im dritten Obergeschoss auf rund 1000 Quadratmetern die moderne und zeitgenössische Kunst. „Bilderkosmos#3“ ist medienübergreifend angelegt. Ulrike Thielmann berichtet.
„Bilderkosmos #3 Leipzig im Dialog“
23. April 2026 bis 25. April 2027
Museum der bildenden Künste
Katharinenstraße 10
04109 Leipzig
Öffnungszeiten:
Dienstag, Donnerstag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr
Mittwoch, 12 bis 20 Uhr
Montag geschlossen
„Platte – Leben in der Großwohnsiedlung“ | bis 17. Januar 2027
Das Zeitgeschichtlichen Forum widmet sich anlässlich des 50-jährigen Jubiläums von Leipzig-Grünau in einer Kabinettausstellung dem DDR-Plattenbau. Unter dem Titel „Platte – Leben in der Großwohnsiedlung“ wird die Platte als sozial- und kulturgeschichtliches Phänomen beleuchtet. Dabei stehen persönliche Zeugnisse wie Fotografien, Dokumente, Objekte und Zeitzeugenberichte im Mittelpunkt. Neben Leipzig-Grünau betrachtet die Schau weitere ostdeutsche Großwohnsiedlungen und vergleichbare Bauprojekte in Westdeutschland und Europa.

Zahlreiche Fotos zeigen in der Ausstellung das Leben in der Platte in Leipzig-Grünau.

„Platte – Leben in der Großwohnsiedlung“
Eine neue Ausstellung erzählt jetzt im Zeitgeschichtlichen Forum in Leipzig vom Leben in der Platte in Leipzig-Grünau und blickt auch auf Zukunftschancen der Platte. Zu sehen bis zum 17. Januar 2027.

50 Jahre Wohngebiet Leipzig-Grünau
Zum 50-jährigen Jubiläum von Leipzig-Grünau wird die Platte in aktuellen Ausstellungen als sozial- und kulturgeschichtliches Phänomen beleuchtet. artour berichtet.
„Platte – Leben in der Großwohnsiedlung“
3. Juli 2026 bis 17. Januar 2027
Zeitgeschichtliches Forum Leipzig
Grimmaische Str. 6
04109 Leipzig
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag und Feiertage,10 bis 18 Uhr
Eintritt: frei
Gärten als Spiegel der Gesellschaft | bis 31. Januar 2027
Von „Gärten und Menschen“ erzählt die neue Sonderausstellung im Zeitgeschichtlichen Forum Leipzig. Rund 400 Objekte und Medienstationen zeigen Gärten als Spiegel der Gesellschaft, der zeitliche Bogen wird gespannt vom Kriegsende 1945 bis ins Heute. Mitmachen ist erwünscht: ob beim Voting zu bestimmten Themen oder beim Teilen von Fotos unter den Motto „Mein Glück im Grünen“.

„Rewild the Run“: Der Schuh von Designerin Kiki Grammatopoulos ist vom Bisonhuf inspiriert. Schlaufen an der Schuhsohle wirken wie Klettverschlüsse, an denen Pflanzensamen haften bleiben und sich beim Laufen weiterverteilen.
Präsentiert werden zudem die Preisträger der Mitmach-Aktion „Gärtnern mit Zukunft“. Gemeinsam mit dem Ökolöwen – Umweltbund Leipzig e. V. und der Redaktion von MDR Garten hatte das Zeitgeschichtliche Forum Leipzig nach kreativen Lösungen und praktischen Ideen zu Klimawandel, Energieknappheit und schwindender Biodiversität aus Perspektive von Kleingärtnerinnen und Kleingärtnern gefragt.
„Übern Zaun – Von Gärten und Menschen“
9. März 2025 bis 31. Januar 2027
Zeitgeschichtliches Forum Leipzig
Grimmaische Straße 6
04109 Leipzig
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag sowie Feiertage: 10 bis 18 Uhr
montags geschlossen
Eintritt: frei
„Ausgrenzung, Arbeitszwang und Abweichung“ – Gewaltgeschichte in der Riebeckstraße
Über die Veränderungen in der Geschichte hinweg war das Unrecht in der Leipziger Riebeckstraße seltsam konstant. 1892 wurde dort die Leipziger Arbeitsanstalt gegründet „und war über Jahrzehnte hinweg Inbegriff von repressiver Sozialpolitik, Stigmatisierung, Ausgrenzung und Arbeitszwang“, heißt es von Initiative Riebeckstraße 63 e.V.
„Ausgrenzung, Arbeitszwang und Abweichung“
Leipzig hat eine neue Gedenkstätte. In der Riebeckstraße 63 ist eine Ausstellung zu sehen, die sich der Geschichte des Ortes widmet. Noch ist die Ausstellung recht klein, sie soll aber wachsen. Anne Sailer berichtet.
Auf dem Gelände waren Betriebe ansässig, die von Zwangsarbeit profitierten, und Verwahrungseinrichtungen. Der Verein will diese Geschichte vor Ort erzählen. Mit Fördermitteln des Landes Sachsen aus dem Vermögen der SED wurde das ehemalige Pförtnerhaus saniert, wo nun die Werkstattausstellung „Ausgrenzung, Arbeitszwang und Abweichung“ wechselhafte Geschichte des Ortes und von den verfolgten Gruppen erzählt.
Werkstattausstellung „Ausgrenzung, Arbeitszwang und Abweichung„
Riebeckstraße 63 e.V.
Riebeckstraße 63, 04317 Leipzig
Öffnungszeiten:
Donnerstags, von 14 bis 18 Uhr
Weitere Termine nach Vereinbarung
Eintritt: frei
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