Ein Autobahnabschnitt der A26-Ost aus der Luft betrachtet.

AUDIO: A26 Ost: Umweltverbände halten neue Pläne für unzureichend (1 Min)

Stand: 31.08.2026 06:02 Uhr

Vor knapp einem Jahr hatte ein Gerichtsurteil die Pläne für die A26-Ost im Hamburger Hafen gestoppt. Jetzt liegt eine überarbeitete Fassung vor – doch die Kritik der Umweltverbände bleibt bestehen.

Die Planungsgesellschaft DEGES von Bund und Ländern hat ihre Pläne für den Abschnitt der Autobahn bei Moorburg überarbeitet. Die Umweltverbände NABU und BUND halten das aber nicht für ausreichend. Sie geben nun im Planergänzungsverfahren eine entsprechende Stellungnahme ab. „Die neue Prüfung der DEGES zeigt jetzt, dass deren eigene Vorzugsvariante nicht die klimafreundlichste ist und trotzdem soll sie gebaut werden“, sagt Malte Siegert, Vorsitzender des NABU Hamburg.

Gericht: Klimaschutz muss berücksichtigt werden

Visualisierung der geplanten A26-Ost im Abschnitt Hamburg-Moorburg.

Visualisierung der geplanten A26-Ost im Abschnitt Hamburg-Moorburg.

Es war eine Entscheidung, die manche als historisch ansehen: Vor knapp einem Jahr hatte das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig die Pläne für die A26-Ost gestoppt – und dabei erstmals entschieden, dass bei der Trassen-Abwägung einer Autobahn auch der Klimaschutz berücksichtigt werden muss. Die A26-Ost soll eines Tages die A7 und die A1 im Süden Hamburgs verbinden. Bei der Trasse mit dem Namen Süd 1, für die sich die Planer entschieden haben, würden mehr als 20 Hektar wertvolle Moor- und Torfböden in Anspruch genommen – genau daran stoßen sich die Umweltverbände.

Wie es weitergeht

Die geplante Trasse der A26-Ost (gelb gestrichelt).

Die A26-Ost soll die A7 und die A1 im Süden Hamburgs verbinden. Hier die Pläne von 2023.

Am 31. August endet die Frist für Stellungnahmen zu den Planergänzungen für die A26-Ost. Anschließend muss die Planfeststellungsbehörde bei der Hamburger Wirtschaftsbehörde die Argumente abwägen und einen neuen Beschluss erlassen – möglich ist, dass dagegen erneut geklagt wird. Für die insgesamt rund zehn Kilometer lange Strecke werden aktuell Baukosten von mehr als 2,3 Milliarden Euro veranschlagt.

Das Hamburger Rathaus vom Innenhof gesehen.

Nach dem vorläufigen Aus für die Autobahn A26-Ost zeigen sich Umweltverbände erleichtert. Die Wirtschaftsbehörde will derweil die Pläne überarbeiten.

Eine Demonstration gegen die A26-Ost vor dem Hamburger Rathaus.

Die A26-Ost ist eines der größten Bauprojekte in Hamburg. Doch die Planung ist teilweise rechtswidrig. Naturschutzverbände sehen einen „Triumph für das Klima“.