Zum zehnten Jahrestag der Heiligsprechung von Mutter Teresa am 4. September widmet das katholische Hilfswerk missio Aachen der Ordensfrau eine Ausstellung. Die Schau „Missionarin der Nächstenliebe. Heilige Mutter Teresa von Kalkutta“ kann laut einer Mitteilung vom Montag bundesweit von Gemeinden, Schulen und Bildungseinrichtungen ausgeliehen werden.

Acht großformatige Banner mit Fotografien, Zitaten und Hintergrundinformationen sollen dazu dienen, Mutter Teresa (1910-1997) neu zu entdecken. Die Aufnahmen stammen den Angaben zufolge vom Fotografen Karl-Heinz Melters, der ihr mehrfach persönlich begegnete.

„Mutter Teresa gehört zu den prägenden Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Sie hat gezeigt, dass gelebte Nächstenliebe die Welt verändern kann“, sagte Ausstellungs-Koordinatorin Regina Illemann.

Besondere Aktualität

Papst Franziskus hatte Mutter Teresa am 4. September 2016 auf dem Petersplatz in Rom heiliggesprochen. Dabei würdigte er ihren Dienst an den Ärmsten und Ausgegrenzten als bleibendes Zeugnis christlicher Barmherzigkeit.

Aus Sicht von missio hat ihre Haltung heute eine besondere Aktualität: Der gesellschaftliche Umgang werde rauer, Egoismus und Einsamkeit nähmen zu, zugleich bestimmten in der Politik nationale und eigene Interessen zunehmend die Debatten. Der Wert der Solidarität bröckele. Mutter Teresas Wirken sei vor diesem Hintergrund besonders wichtig.

Missionarinnen der Nächstenliebe

Die Gemeinschaft „Missionarinnen der Nächstenliebe“ ist eine der erfolgreichsten Ordensgründungen des 20. Jahrhunderts. Die von der seligen Mutter Teresa von Kalkutta (Agnes Bojaxhiu, 1910-1997) in Indien gegründete Gemeinschaft erhielt 1950 vom Vatikan als Einrichtung diözesanen Rechts die offizielle Anerkennung. Ordenstracht ist der weiße Sari mit dem blauen Band.