Peter ZimmermannPeter Zimmermann31.08.202618:23

Hercules warnt bei mehreren Faltrad-Modellen vor einem ernsthaften Sicherheitsrisiko. Besitzer sollen die E-Bikes sofort stehen lassen und zum Händler bringen.

Die Hercules GmbH hat einen offiziellen Produktsicherheitsrückruf für mehrere E-Bikes der Baureihe Rob Fold SL gestartet. Betroffen ist die Carbon-Gabel: Sie kann laut Hersteller unter bestimmten Umständen versagen. Dadurch drohen ein Verlust der Lenkfähigkeit sowie erhebliche Unfall- und Verletzungsrisiken.

Diese Hercules-Modelle sind betroffen

Der Rückruf betrifft folgende Modelle:

  • Hercules Rob Fold SL IQ
  • Hercules Rob Fold SL 10
  • Hercules Rob Fold SL 9
  • Hercules Rob Fold SL F5
  • Hercules Rob Fold SL R5

Die genaue Modellbezeichnung befindet sich laut Hersteller auf dem Rahmen des Fahrrads. Hercules fordert Besitzer ausdrücklich auf: „Stellen Sie die Nutzung des Fahrrads ab sofort ein!“ Die Räder sollen weder im Straßenverkehr noch auf andere Weise weiter genutzt werden.

ANZEIGEUnter anderem um diese Modell handelt es sich bei dem E-Bike-Rückruf des Herstellers Hercules. Unter anderem um diese Modell handelt es sich bei dem E-Bike-Rückruf des Herstellers Hercules. Hercules/Produktsicherheitsrückruf Tausch oder Erstattung ohne Kosten

Hercules bietet zwei kostenlose Abhilfen an. Kunden können das Rad gegen ein gleichwertiges Hercules Rob Fold mit Aluminium-Gabel tauschen, genannt werden die Varianten F5, R5, SUV und 9. Alternativ ist ein anderes vergleichbares Hercules-E-Bike möglich.

Wer keinen Tausch möchte, kann laut Rückruf den Kaufpreis zurückerhalten. Voraussetzung ist die Rückgabe des Fahrrads inklusive Akku und Ladegerät.

E-Bike-Markt gerät unter Druck

Laut einer Marktanalyse der Unternehmensberatung EY sank der Umsatz des deutschen Fahrradmarkts 2025 um knapp acht Prozent auf 5,85 Milliarden Euro, obwohl Deutschland mit 3,7 Millionen verkauften Rädern weiter Europas größter Markt blieb.

Zugleich wurden E-Bikes im Schnitt um vier Prozent günstiger und kosteten durchschnittlich 2.550 Euro. Ihr Anteil am Fahrradabsatz lag weiterhin bei 53 Prozent, am Umsatz sogar bei 85 Prozent. Für Käufer sind die niedrigeren Preise zunächst eine gute Nachricht, für Hersteller und Händler bedeuten hohe Lagerbestände und Preisdruck aber eine schwierige Phase.